Der Black Friday hat sich fest im Shoppingkalender etabliert und geniesst fast den gleich hohen Bekanntheitsgrad wie Weihnachten: 94 Prozent kennen den Black Friday, der dieses Jahr am 26. November stattfinden wird. Dies zeigt die schweizweite Umfrage unter 6881 Nutzerinnen Nutzern von Profital, der App für digitale Prospekte und Aktionen.
Gemäss einer Mitteilung planen vier von fünf Befragten, selbst von den Sonderangeboten zu profitieren. Dabei gelte: Je jünger, desto grösser das Kaufinteresse – bei den 18- bis 24-Jährigen liegt es sogar bei 90 Prozent. Im Fokus stehen Kleidung, Schuhe und Accessoires (72 Prozent), Elektrogeräte (60 Prozent) sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (40 Prozent).
Detailhandel darf mit hohen Umsätzen rechnen
Die grosse Kauflust dürfte die Umsätze ordentlich ankurbeln, wie es weiter heisst. Der Median des Black-Friday-Budgets liegt bei 200 bis 299 Franken, 19 Prozent planen sogar Ausgaben von über 500 Franken. Bei Männern sitze das Portemonnaie etwas lockerer als bei Frauen: 47 Prozent planen Ausgaben von über 300 Franken, bei den Frauen sind es 31 Prozent. «Der Black Friday wird somit deutlich umsatzstärker ausfallen als der in der Schweiz noch etwas weniger bekannte Singles Day, an welchem die Medianausgaben 100 bis 199 Franken betragen», lässt sich Profital-Geschäftsführer Raphael Thommen in der Mitteilung zitieren.
Interessant sei auch der Stellenwert, den Käuferinnen und Käufer dem Black Friday zumessen: Für 46 Prozent ist er unverändert wichtig, doch 41 Prozent geben an, dass der Shoppingtag wichtiger geworden sei. Damit einher geht jedoch auch eine hohe Erwartungshaltung: Für über ein Drittel (38 Prozent) sind Rabatte erst ab 50 Prozent attraktiv, ein Fünftel erwartet sogar mindestens Preisermässigungen von 70 Prozent. «Mit steigender Bekanntheit des Black Friday wächst bei den Konsumentinnen und Konsumenten auch der Anspruch an die Angebote», sagt Thommen: «Ein Gegentrend zum Shoppingtag ist ebenfalls beobachtbar: Gewisse Unternehmen beteiligen sich explizit nicht mehr am Black Friday oder veranstalten gar einen Green Friday zugunsten der Nachhaltigkeit.»
Budget für Weihnachtsgeschenke bleibt unverändert
Der Detailhandel warnt vor möglichen Lieferengpässen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft, wie es weiter heisst. Glücklicherweise würden Geschenke in der Schweiz sowieso frühzeitig gekauft: Knapp ein Viertel hat bereits mit dem Einkauf von Weihnachtsgeschenken begonnen. 27 Prozent beginnen noch im November, 29 Prozent Anfang Dezember – und nur 9 Prozent warten bis kurz vor Weihnachten. 13 Prozent machen gar keine Geschenke.
Trotz der teilweise wirtschaftlich angespannten Situation hat sich das Weihnachtsbudget kaum verändert: Im Durchschnitt werden wie im Vorjahr sechs Geschenke gekauft. 58 Prozent geben mehr als 50 Franken pro Geschenk aus, bei 29% Prozent sind es über 100 Franken. Insgesamt also zwischen 300 und 600 Franken.
Was die Studie laut Mitteilung ebenfalls zeigt: Aktionen werden auch an Weihnachten immer wichtiger. 69 Prozent achten beim Geschenkekauf auf Vergünstigungen oder lassen sich gerne von Sonderangeboten inspirieren. «Die Freude bei Käuferinnen und Käufer ist doppelt so gross, wenn ein passendes Geschenk gefunden wird, das zudem noch eine eigene Belohnung in Form eines Rabatts abwirft», wird Thommen zitiert. (pd/tim)

