25.11.2019

Swiss Marketing

Romandie will eigenen Dachverband gründen

Wesentliche Gründe für den Austritt sind «eine vollständig katastrophale Mitgliederverwaltung» durch die Zentrale in Zürich.

Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung am 15. November in Lausanne haben die Mitglieder des Clubs Swiss Marketing Vaud entschieden, den Zentralverband Swiss Marketing zu verlassen. Gemäss den Statuten des Verbandes wird dieser Austritt per Ende 2020 erfolgen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Austritt des mitgliederstärksten Clubs folge Swiss Marketing Bern, der auch die gleiche Entscheidung getroffen habe. Die Mitglieder der Swiss Marketing Clubs von Fribourg, Neuchâtel und Genf werden anlässlich ihrer regulären Generalversammlungen zu Anfang des Jahres 2020 ihrerseits über einen Austritt entscheiden, heisst es weiter in der Mitteilung.

Da aus der Zentrale von Swiss Marketing keinerlei Antworten oder Vorschläge zur Behebung von Missständen und Ungleichheiten erfolgten, haben sich die Clubs der Suisse Romande dazu entschieden, gemeinsam einen neuen Verband zu gründen. Dieser werde 2021 operativ tätig. Das Ziel ist laut Mitteilung ein privilegiertes Netzwerk für die Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien unter den Clubs der Suisse Romande. Dieses Projekt werde im Laufe des Jahres 2020 vorgestellt.

Wesentliche Gründe für diese Entscheidungen sind laut Mitteilung «eine vollständig katastrophale Mitgliederverwaltung» durch die Zentrale in Zürich, die zu finanziellen Einbussen und zu Verlust von Mitgliedern bei den Clubs führe. Ausserdem werde die finanzielle Aufteilung der Einnahmen zum Vorteil der Zentrale und somit zum Nachteil von kleineren lokalen Clubs vorgenommen. Dies ohne dabei die Dienstleistungsqualität gegenüber den lokalen Clubs zu erhöhen.

Weiter sei die Förderung der Berufsbilder im Marketing in der Suisse Romande «inexistent». Eine nationale Aufteilung des Sponsorings fände nicht statt. Zusätzlich mangle es beim Dachverband an Interesse für die Clubs aus der Suisse Romande, «die ihrerseits mit ihrem Engagement für ein Drittel der Erträge der Zentrale» verantwortlich seien, lautet die Mitteilung abschliessend.

Vom Zentralverband Swiss Marketing war niemand für eine Stellungnahme erreichbar. (pd/lol)


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