Zusammen mit dem global tätigen Schweizer Food-Giganten Nestlé will der französische Autombilkonzern Renault in diesem Herbst seinen Twingo in limitierter "Perrier"-Auflage herausbringen - mit anderen Worten unter dem gemeinsamen Markenbanner des Herstellers (Renault) und des in Nestlés Portfolio untergebrachtem Tafelwasser Perrier. Der "Renault Perrier" wird sich durch unterschiedliche Features in Interieur und Exterieur auszeichnen und in vier Farbvarianten erhältlich sein - darunter auch das für die oval-runden Perrier Flaschen charakteristische, markenrechtlich geschützte "Epicea-Grün".
Renaults Erwartungshaltung: 18'000 verkaufte Perrier-Twingos in Europa, ein Drittel davon in Frankreich selbst; seit der Twingo 1993 am Markt eingeführt wurde, konnten weltweit 1.8 Millionen Fahrzeuge dieses Typs abgesetzt werden. Renaults in die Cobranding-Aktion gesetzte Hoffnung ist nicht annähernd so verrückt, wie es die Werbesignatur des Partnerprodukts, "Perrier - It's Crazy!", vermuten lassen mag: Wenn sich die "Perrier - total verrückt"-Masche auf den Twingo so überträgt, dass Autokäufer nach dem immerhin schon acht Jahre alten Modell plötzlich wieder total verrückt sind, dann hat sich die Sache mit zusätzlich gewonnener Zeit in Twingos Produkt-Lebenszyklus fraglos mehr als bezahlt gemacht.
Für die Twingo Perrier-Promotion wird Renaults Leitagentur Publicis Conseil in Paris verantwortlich zeichnen. Fallbeispiele für ähnliche Markenpartnerschaften gibt es in der weltweiten Autobranche zuhauf; auch aus Frankreich, wo es Peugeot-Mittelklassewagen in den Grand Slam-Tennistournierfarben der French Open von Roland Garos oder den Citroen Saxo als dem Schreibutensil "Bic" nachempfundenes Sondermodell gibt.


