Im vergangenen Jahr hat Evian angekündigt, bis 2025 alle seine Flaschen zu 100 Prozent aus recyceltem PET herzustellen. Zudem soll der Umgang mit Plastik durch die Zusammenarbeit mit lokalen und globalen Partnern grundlegend geändert und eine Kreislaufwirtschaft für Plastik etabliert werden. Darüber hinaus hat Evian bekannt gegeben, die Konsumenten mit verschiedenen Massnahmen weiter für das Thema PET-Recycling zu sensibilisieren und motivieren.
Auch wenn die Schweiz mit einer Recycling-Quote von 83 Prozent bereits eine führende Rolle beim PET-Recycling einnimmt, werden weltweit lediglich 14 Prozent aller Plastikabfälle gesammelt und rezykliert. Dagegen will Evian mit der globalen Challenge «Flip It For Good» ein Zeichen setzen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
In der Schweiz startet die Aktion am 30. April und dauert bis zum 22. Oktober 2019. Jeder Teilnehmer filmt sich beim Flippen einer Plastikflasche in einen entsprechenden PET-Sammelbehälter und teilt dieses Video mit dem Hashtag #flipitforgood. Für jedes Video mit Hashtag – also für jede Flasche, die im richtigen Behälter landet – wird die NGO Plastik Bank eine weggeworfene PET-Flasche aus der Umwelt einsammeln. Evian unterstützt mit der «Flip It For Good»-Challenge die Aktivitäten der Plastic Bank und ermöglicht den Aufbau und Betrieb einer Plastiksammelstelle in den Philippinen.
Bei der Challenge zählen jedoch nicht nur Videos mit erfolgreichen Flips, sondern auch die Versuche bzw. lustigen Fails, denn schliesslich ist der Weg das Ziel. Neben Stan Wawrinka nehmen unter anderem Cory Richards (National Geographic Explorer) und Luka Sabbat (Fashion Influencer) an der Aktion teil und posten die Videos ihrer Würfe mit dem Hashtag #flipitforgood.
Plastik Bank wurde 2013 von David Katz (bekannter Segler, Taucher und Umweltaktivist) und Shaun Frankson gegründet und ist vor allem in Haiti, Brasilien, Indonesien und den Philippinen aktiv. Die NGO hat einen effektiven Ansatz entwickelt: Sie bezahlt Menschen Geld für das Sammeln von Plastikabfällen, die anschliessend recycelt werden. Damit macht sie Kunststoff in verschiedenen Ländern zu einer harten Währung und motiviert die Bevölkerung für das Recycling von Kunststoff. Zudem werden so für viele Menschen Arbeitsplätze und ein geregeltes Einkommen geschaffen, das diese wiederum in Nahrungsmittel und Schulbildung investieren können. (pd/wid)

