15.10.2018

Jim & Jim

Wenn Karriere und Geld nicht mehr begeistern

Die aktuelle Jugendstudie der Zürcher Marketingagentur zeigt, dass die Arbeitgeber umdenken müssen, wenn sie sich junge Talente sichern wollen. Die nächsten Generationen erwarten von ihrer Arbeitsstelle mehr als ein angemessenes Gehalt und gute Aufstiegsmöglichkeiten.
Jim & Jim: Wenn Karriere und Geld nicht mehr begeistern
Wichtig sind den jungen Schweizern Flexibilität und eine positive Atmosphäre bei der Arbeit. (Bild: pixabay.com)

Wie können Arbeitgeber junge Talente gewinnen, wenn Geld und grosse Namen nicht mehr ausreichen? Die Studie «Junge Schweizer 2018» geht der Frage nach, wie die Arbeitswelt von morgen gestaltet sein muss, um die Jungen zu erreichen, für sich zu gewinnen und langfristig zu binden, wie die NextGen-Marketingagentur Jim & Jim in einer Mitteilung schreibt, die persoenlich.com vorab vorliegt.

Um diese Frage zu beantworten, hat das Research-Team von Jim & Jim zusammen mit dem deutschen Jugendforscher Simon Schnetzer insgesamt 2691 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 35 Jahren in der Deutschschweiz online und in persönlichen Interviews befragt.

Social Media und Smartphones

Die vor der Jahrtausendwende geborene Generation Y sowie die nach 2000 geborene Generation Z zeichnen sich gemäss Studie dadurch aus, dass sie ständig und auf verschiedenen Kanälen online sind – und diesen Zustand selbst kritisch beurteilen. Die meisten befragten Jugendlichen gaben zu, dass Social Media und das Smartphone Leistungsdruck und Oberflächlichkeit förderten.

Die junge Generation sei nicht mehr bereit, sich unreflektiert dem Leistungsdruck ihrer Zeit hinzugeben. Während ihre Vorgängergenerationen noch starren Karrieremodellen gefolgt seien, fänden die jungen Generationen Leistung und Karriere nicht mehr primär erstrebenswert, heisst es in der Studie. Wichtig seien ihnen vor allem der Familienzusammenhalt, Freundschaften und die Gesundheit.

Motivationsspritzen im Job

Wie die Studie zeigt, lassen sich die Generationen Y und Z nicht langfristig mit Geld, Status, einem bekannten Brand und Aufstiegsmöglichkeiten zufriedenstellen. Wichtig sind vor allem eine ausgeglichene Work-Life-Balance, Flexibilität im Job und eine positive Arbeitsatmosphäre. So erstaunt es nicht, dass für die jungen Schweizer Spass und Leidenschaft bei der Arbeit besonders motivationsfördernd wirken, während Wettbewerb und Status die Motivation kaum positiv beeinflussen.

Abb11_Motivationsfaktoren Kopie

Für die Bedürfnisse der jungen Generation müsse der Arbeitgeber aktiv sorgen und Strategien entwickeln, denn junge Talente müssten nicht nur angelockt, sondern auch behalten werden. Das erfordere neue Wege im HR und Recruiting, aber auch ein Umdenken bei Führungskräften, schreibt die Marketingagentur. Insbesondere in Bezug auf digitale Kommunikationskanäle heisse es für die Arbeitgeber, die zielgruppenspezifischen Kanäle zu kennen und mit relevanten Inhalten zu bespielen.

Die Studie gibt Aufschluss darüber, auf welchen Kanälen die junge Zielgruppe online ist, Jobs sucht und wie sich die jungen Menschen über ihren künftigen Arbeitgeber informieren. Hierbei steht die Unternehmenswebsite an erster Stelle, gefolgt von der Google-Recherche, während das berufliche Netzwerk LinkedIn nur auf Platz fünf liegt.

Abb16_Informationsquellen


Wie Jim & Jim schreibt, bietet die Studie Marketing- und Employer-Branding-Spezialisten ein praktisches Tool: Die fünf «Young-Talent»-Typen.

JungeSchweizer_Typen

Diese Kategorisierung soll den Arbeitgebern helfen, auf den relevanten Kanälen jene Talente zu finden und anzusprechen, die optimal zu ihrem Unternehmensprofil passten. Der Arbeiter könne so letzlich nicht nur die besten, sondern passendsten Talente erreichen. (pd/as)


Die vollständige Studie «Junge Schweizer 2018» kann unter jungeschweizer.ch erworben werden.



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