Seit 2017 publizieren der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) und Leading Swiss Agencies (LSA) jährlich einen Preis-/Leistungsindex für Mediakontakte (MPLI). Der richtet sich nach den Tausenderkontaktpreisen (TKP). Dabei ist in der neusten Erhebung in vielen klassischen Medien eine leichte Steigerung festzustellen. Es gibt markante Unterschiede zwischen den einzelnen Kanälen.
Bei 95 beobachteten Zeitungs- und Zeitschriftentiteln zeigt sich insgesamt lediglich eine minimale Teuerung von 0,4 Punkten. Auffällig ist jedoch die Preisentwicklung einzelner Segmente: Die Sonntagspresse (+9,6) und die regionale Wochenpresse (+5,4) verzeichnen deutliche Steigerungen.
Im Fernsehen steigen die TKP in beiden Planungszielgruppen. Die 15–59-Jährigen verzeichnen ein Plus von 2,2 Punkten, die 15–49-Jährigen von 4 Punkten. Grund dafür ist die stärker rückläufige TV-Nutzung jüngerer Zielgruppen, die vermehrt digitale Kanäle bevorzugen.
Der gesamtschweizerische Kino-Index nimmt um 1,9 Punkte zu und setzt damit die moderaten Preisbewegungen der letzten Jahre fort. Spürbarer ist die Entwicklung bei den 15–49-Jährigen: Der Index steigt von 103.0 auf 109.9 Punkte (+6,9).
Untersucht werden alle Schweizer Radiosender mit mindestens 1 Prozent Marktanteil in der jeweiligen Region. Die UKW-Abschaltung per Ende 2024 liegt noch ausserhalb der MPLI-Analyse, die beim Radio aktuell nur bis 2024 reicht. Im Jahresvergleich zeigt sich eine Teuerung von 4 Indexpunkten schweizweit und 6 Punkten in der Deutschschweiz.
Das im Swiss Poster Research (SPR+) erfasste Out-of-Home-Angebot zeigt eine Indexsteigerung von 3,2 Punkten. Neu wird auch das DOOH-Inventar erfasst – mit identischer Berechnungsmethode wie «MPLI OOH». Der Startwert liegt bei 100 Punkten; erste Entwicklungen können in einem Jahr beurteilt werden. (pd/spo)

