Der internationale Fußballverband FIFA hat sich mit der Auswahl seiner Sponsoren für die Fußball-WM in Südafrika ein Eigentor geschossen. So lautet die Kritik des World Cancer Research Fund WCRF, in deren Mittelpunkt besonders die Sponsoren Coca Cola, McDonalds und Budweiser stehen. "Würde die FIFA mit gutem Beispiel vorangehen und verkünden, dass sie künftig keine Sponsoren akzeptiert, die für ungesunde Produkte stehen, könnte das der Gesundheit der Menschheit starken Auftrieb geben", so Teresa Nightingale, Geschäftsführerin der Organisation, gegenüber der BBC.
Werbeverband IAA kontert
Die Kritik sollte zum Nachdenken anregen, welchen Einfluss Werbung für Fastfood und gezuckerte Getränke auf Kinder hat, informiert der WCRF per Blogeintrag. Umgehend antwortete der Internationale Werbeverband IAA, dass Werbung meist nur marginalen Einfluss auf die Ernährung von Kindern habe. Doch selbst in diesem Fall sei, so die WCRF-Retourkutsche, schon ein kleiner richtiger Schritt wichtig, um etwa Übergewicht zu bekämpfen. Für die WM 2014 in Brasilien wird sich freilich noch wenig ändern, denn die Verträge der drei kritisierten Sponsoren reichen noch bis dorthin.
Fernsehwerbung zeigt zuviel Zucker und Fett
TV-Werbung allgemein ist jedoch eher ungesund. Forscher der Atlantic State University haben aus 100 Stunden Fernsehprogramm die Werbungen für Nahrung herausgenommen, die Nährwerte der Produkte analysiert und berechnet, wie die tägliche Zufuhr von 2.000 Kalorien auf dieser Basis aussehen würde. Im Vergleich mit offiziellen Empfehlungen enthielt diese Kost 25mal zuviel Zucker und 20mal zuviel Fett, was fatal für Diabetes, Fettsucht und Herzkrankheiten wäre. Zudem erreichte sie nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Menge an Gemüse, Obst und Milchprodukten. (pte)

