Welches waren die drei Markenikonen in Ihrer Kindheit oder Ihrer Jugend?
Als Kind in Zürich war der «Franzki» (Franz Carl Weber) an der Bahnhofstrasse natürlich der Spielzeugtempel, in den es mich immer wieder gezogen hat. Als Fussballspieler beim FC Altstetten war Adidas ebenso präsent und zur schnellen Verpflegung ab und zu etwas Pommes-Chips von Zweifel.
Mit welchem Produkt, mit welcher Marke beginnt Ihr Tag am Morgen und endet der Tag am Abend?
Morgens zum Rasieren mit Nivea-Rasierschaum, abends mit der Zahnpflege mit Candida-Zahnseide-Sticks – wobei Letzteres offen gesagt nicht ganz jeden Tag stattfindet, was mir dann in der Dentalhygiene immer mal wieder mit dem Mahnfinger in Erinnerung gerufen wird …
Welches Produkt oder welche Firma steht heute für exzellentes Marketing?
Am 24. Januar 1984 lancierte Apple den Macintosh mit einem legendären Super-Bowl-Spot (von Ridley Scott) – seither hat sich Apple immer wieder durch exzellentes Marketing ausgezeichnet, und der Spot von 1984 hat leider auch 2024 weiterhin Relevanz.
Welche Geschäftsidee oder welches Produkt hat Sie in letzter Zeit am meisten begeistert?
Da möchte ich zwei Initiativen aus meinem Freundeskreis erwähnen: einerseits die Stiftung Innovate for Nature (i4n.ch), deren Zweck darin besteht, naturpositive Lösungen in Zusammenarbeit mit strategischen Partnern für den Übergang zu einer regenerativen Wirtschaft zu beschleunigen. Zweitens das Start-up Nuavo (nuavo.com),
welches Schweizer KMU bei Eigentümernachfolge, Personalentwicklung, Wachstumsförderung und erstklassiger Technologie unterstützt.
Welcher Marketingtrend oder welches Marketingthema ist für Sie momentan am wichtigsten? Warum?
2024 steht aus meiner Sicht stark unter dem Thema künstliche Intelligenz – aus Google-Sicht ist das schon seit 2016 unsere oberste Priorität; heute nutzen bereits 80 Prozent unserer Kunden in einer Form KI-unterstützte Google-Produkte. Daneben ist das Jahr 2024 auch ein Meilenstein für das digitale Marketing, da die sogenannten Drittparteicookies gegen Ende Jahr auch beim Chrome-Browser nicht mehr unterstützt werden und die Industrie daher auf alternative Lösungen für Zielgruppenansprache sowie Messungen umstellen muss. Das ist neben KI das zweite grosse Marketingthema, welches mein Team und mich beschäftigt.
Wie kommunizieren Sie hauptsächlich mit Ihrer Kundschaft (direkter Kundenkontakt, Social Media usw.)?
Wir arbeiten einerseits direkt mit unseren Kunden über unsere diversen Vertriebsteams. Andererseits spielen unsere Partner bei der Marktbearbeitung eine wichtige Rolle. Persönlich nutze ich ab und zu auch diverse soziale Medien (zum Beispiel Linkedin, X), um Botschaften zu platzieren.
Wo sehen Sie für Ihr Unternehmen künftig die grössten Chancen?
Darin, dass unsere Kunden dank künstlicher Intelligenz ihre Marketingkampagnen noch effizienter und effektiver ausliefern können. KI wird die Art und Weise, wie wir Marketing betreiben, auf allen Ebenen fundamental verändern – vielleicht dauert es etwas länger, aber in zehn bis fünfzehn Jahren werden wir auf diese Zeit zurückblicken und denken: Was haben wir da noch alles händisch gemacht?
Wo sehen Sie für Ihr Unternehmen künftig die grössten Risiken?
Mit KI kommt auch Verantwortung. Besonders im gesellschaftlichen Bereich, denken wir nur an die vielen Wahlen, die dieses Jahr in grossen Demokratien anstehen – Massen-Desinformation und Manipulation von Gesellschaften sehe ich als grösste Risiken.


