Zum siebten Mal hat am Freitag das Reporter:innen-Forum Schweiz stattgefunden. Rund 170 Reporterinnen und Reporter aller Mediengattungen trafen sich im Volkshaus in Zürich, um aktuelle Themen zu diskutieren. In Workshops haben sie zudem an ihrem journalistischen Handwerk gefeilt. Zur Eröffnung sprach Luzia Tschirky, Russland-Korrespondentin vom Schweizer Fernsehen, über ihre journalistische Arbeit im Ukrainekrieg, wie es in einer Mitteilung vom Sonntagabend heisst.
Danach standen traditionell mehrere Panels und Workshops auf dem Programm. Als eines der Highlights war Pavel Merzlikin, stellvertretender Chefredaktor des russischen Exil-Mediums Meduza, auf der Bühne zu sehen. Auf einem anderen Panel ging es darum, wie Journalistinnen und Journalisten in Kriegszeiten vor Ort oder in den Redaktionen an verifizierte Informationen gelangen.
Auch die restlichen Panels waren laut Mitteilung gut besucht und es kam zu lebhaften Diskussionen. Zum Beispiel über die Fragen: «Was kann ich als investigativ tätige/r Journalist:in tun, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten?» Oder «Wie sollen Journalist:innen über so ein abstraktes und umfassendes Thema berichten wie die Klimakrise?» Spannend waren auch die Ausführungen der Kolleginnen und Kollegen des ehemaligen «Ippen-Investigativ»-Teams über die «Bild»-Recherche, die zum Rauswurf von Julian Reichelt führte. Mit Interesse verfolgt wurde zudem das Gespräch mit den Journalistinnen Sham Jaff und Viola Funk über die Vermittlung von komplexen Inhalten in Storytelling-Podcasts, wie die Veranstalter schreiben.
In diesem Jahr standen deutlich mehr Workshops auf dem Programm als in früheren Jahren. Die sechs Workshops waren weit im Voraus ausgebucht. So zum Beispiel jene über Klischeefreies Schreiben, gute Ich-Texte oder runde Live-Gespräche.
Den Abschluss machte dieses Jahr der Komiker Karpi. Im Comedy Roast lieferte er eine satirische Abrechnung mit dem Journalismus und verabschiedete das Publikum gut gelaunt an die Party im Helsinki. (pd/cbe)

