12.12.2019

Tamedia

20 Minuten startet Video-Offensive 2020

So reagiert 20 Minuten auf Blick TV: Die Pendlerzeitung setzt neu auf «Video first» – live vor Ort und direkt aus dem Newsroom.
Tamedia: 20 Minuten startet Video-Offensive 2020
Gesendet wird aus einem Studio mitten im 20-Minuten-Newsroom oben im Tamedia-Hauptgebäude in Zürich. Glaswände bieten den Usern direkte Einblicke in die Redaktion. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)
von Edith Hollenstein

Am 20. Dezember will 20 Minuten bereits mit einer ersten Live-Übertragung starten: In Zusammenarbeit mit MySports soll das Hockeyspiel zwischen dem EV Zug und HC Davos neben MySports exklusiv auf 20min.ch ausgestrahlt werden. Die Umsetzung der Strategie «Video first» starte im Februar 2020, die vollständige Implementierung dauere voraussichtlich bis Sommer 2020, wie Tamedia in einer Mitteilung schreibt.

Zusätzliche News-Videojournalisten gesucht

Zur Strategie gehört zudem, dass ab 2020 die bisherigen Videoinhalte durch noch mehr Live-Berichterstattungen zu Breaking-News und besonderen Ereignissen ergänzt werden, «um die Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar zu informieren und sie nah am aktuellen Geschehen teilhaben zu lassen. Neue und auf die Bedürfnisse der User abgestimmte Video-Newsformate runden das Angebot ab», heisst es in der Mitteilung.

Gesendet wird aus einem Studio mitten im 20-Minuten-Newsroom in Zürich, Glaswände bieten den Usern direkte Einblicke in die Redaktion. Verantwortlich ist das Video-Team von 20 Minuten, das durch zusätzliche News-Videojournalisten sowie ein neues Produktionsteam ergänzt werde. Am Wochenende wurde öffentlich, dass 20 Minuten daran ist, Personal für seine Bewegtbild-Offensive zu rekrutieren. Dabei soll es auch zu Abwerbeversuchen von Blick-TV-Leute gekommen sein (persoenlich.com berichtete).

Die Moderation übernehmen «geschulte Journalisten aus der Redaktion». Ferner werden die Lokalredaktionen in der Deutschschweiz durch zusätzliche Video-Mitarbeitende unterstützt.

«Unsere führende Position festigen»

In einem weiteren Schritt wird die Berichterstattung mit einem Entertainment-Programm ergänzt, zudem ist stufenweise die Adaption in der Westschweiz geplant. Nebst den bestehenden Online-Kanälen sollen die Inhalte perspektivisch auch via Smart-TV App für den Bildschirm zu Hause zur Verfügung gestellt werden.

«Das Bedürfnis und die Nachfrage nach digitalen Bewegtbildangeboten im Bereich ‹Live› steigt stark. Unsere Leserschaft soll noch mehr spüren, dass wir das aktuellste Newsmedium der Schweiz sind. Mit der gezielten Weiterentwicklung unserer Videostrategie wollen wir unsere führende Position festigen und stetig weiter ausbauen», so Gaudenz Looser, Chefredaktor von 20 Minuten, in der Mitteilung.

Als Antwort auf Blick TV

Mit diesen Anstrengungen reagiert 20 Minuten auf die Video-Offensive des Ringier-Verlags, der nächstes Jahr mit Blick TV loslegt. Blick TV, unter der Leitung von Jonas Projer, umfasst 48 Stellen und eine Kooperation mit CNN. Zwischen 6 und 23 Uhr gibt es zu jeder vollen Stunde eine Sendung, die 15 Minuten dauert und dreimal wiederholt wird. Der Start von Blick TV werde in den nächsten zwei Monaten erfolgen, schrieb die NZZ am Sonntag.



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