19.03.2020

NZZ-Gruppe

2019 dank Finanzergebnis gut geschlagen

Schrumpfender Werbemarkt, mehr NZZ-Abos: Der Verlag kann das Vorjahresergebnis knapp halten.
NZZ-Gruppe: 2019 dank Finanzergebnis gut geschlagen
Der Fokus auf Qualitätsjournalismus und den Nutzermarkt habe sich bewährt, so die NZZ-Gruppe. (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Die NZZ-Mediengruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr zwar unter dem schrumpfenden Werbemarkt gelitten. Dank der erfreulichen Entwicklung an den Finanzmärkten konnte die Herausgeberin aber ihr Vorjahresergebnis knapp halten. Zudem konnte die Neue Zürcher Zeitung mehr zahlende Kunden gewinnen.

Der betriebliche Gesamtertrag ging aufgrund des Verkaufs der ehemaligen NZZ-Regionalmedien-Gesellschaften auf 231,3 Millionen Franken zurück, wie der Verlag am Donnerstag mitteilte. Diese wurden gemeinsam mit den Aktivitäten der AZ Medien in das Joint Venture CH Media eingebracht. Devestitionsbereinigt resultierte ein Anstieg des betrieblichen Gesamtertrags um 1 Prozent.

Da die Anzahl der Abonnenten um 7 Prozent auf 166'000 stieg, habe auch der Lesermarktumsatz um 2 Prozent erweitert werden können. Während im Werbemarkt der Umsatz im Bereich Print auch im Jahr 2019 geschrumpft sei, habe der digitale Werbemarkt erhöht werden können.

Tieferes Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank 2019 um 3,3 Millionen Franken auf 17,5 Millionen, was vor allem mit dem Rückgang im Werbemarkt erklärt wird. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 7,6 von 5,4 Prozent.

Das Finanzergebnis stieg um 2,6 Millionen auf 3,0 Millionen Franken. Daraus ergibt sich ein um 0,4 Millionen unter dem Vorjahr liegendes Gruppenergebnis von 18,4 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer unveränderten Dividende von 200 Franken je Aktie kommen.

2019 habe im Zeichen der Umsetzung der Strategie gestanden. Die Mediengruppe will sich nun weiter klar auf Qualitätsjournalismus fokussieren, um im Nutzermarkt weiter wachsen zu können. «Mit einer Steigerung der Abonnentenzahl um rund 7 Prozent per Ende 2019 sind wir diesbezüglich auf einem guten Weg», wird Konzernchef Felix Graf in der Mitteilung zitiert. (sda/awp/cbe)



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