Die externe Firma, die im Auftrag der Medien-Atelier Suisse den Abo-Rechnungsversand von Wir Eltern abwickelte, verschickt keine Rechnungen mehr. Dies berichtete der Tages-Anzeiger am Donnerstag. Der Grund: Die Partnerfirma wolle nicht Geld einfordern für eine Zeitschrift, die möglicherweise nie wieder zugestellt werde. Stattdessen sehe sie sich mit verärgerten Abonnentinnen und Abonnenten konfrontiert, die ihre bereits bezahlten Hefte nicht mehr erhalten.
Auch der übrige Abo-Service ist offenbar nicht mehr funktionsfähig. Auf der Website von Wir Eltern erscheint beim Versuch, ein Abonnement abzuschliessen, eine Fehlermeldung. Und über die Telefonnummer des Aboservice ist niemand erreichbar.
Laut dem Tages-Anzeiger sind die Ausgaben März und April von Wir Eltern ausgefallen – obwohl die Artikel fertig produziert und gelayoutet gewesen seien. Die Druckerei verlange eine Vorauszahlung, die Medien-Atelier Suisse nicht leisten könne. Die rund 10'000 Abonnentinnen und Abonnenten seien über den Ausfall nicht informiert worden.
Wie persoenlich.com bereits Mitte März berichtete, kämpft das Unternehmen von Verleger Fabio Schoch mit gravierenden Liquiditätsproblemen. Mitgläubiger Markus Mehr trieb damals die Suche nach Käufern für die einzelnen Titel voran und strebte eine Nachlassstundung an. Schoch war weder für persoenlich.com noch für den Tages-Anzeiger erreichbar. (cbe)