Das MAZ Institut für Journalismus und Kommunikation passt sein zweijähriges Diplomstudium Journalismus grundlegend an. Ab 2027 treten drei wesentliche Neuerungen in Kraft, teilt das MAZ mit. Diese sollen den Studiengang praxisnäher und besser mit dem Berufsalltag vereinbar machen.
Neu können Studierende im zweiten Studienjahr die Spezialisierung wechseln – etwa von Text zu Audio oder Video. Das soll mehr Orientierungsfreiheit innerhalb der Ausbildung ermöglichen. Zudem wird das Mindestpensum an Praxistagen von bisher höheren Anforderungen auf 280 Tage über zwei Jahre reduziert. Zusammen mit den Kurstagen am MAZ entspricht das einem Pensum von rund 80 Prozent – eine Entlastung für alle, die Studium, Beruf und Alltag unter einen Hut bringen müssen.
Vereinfacht wird auch der Zugang: Eine separate Aufnahmeprüfung entfällt künftig. Voraussetzung für die Zulassung bleibt jedoch eine Festanstellung oder eine regelmässige freie Mitarbeit in einer Redaktion. Das MAZ versteht die Anpassungen als Reaktion auf die aktuellen Bedürfnisse der Medienbranche.
Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten des Instituts. Sinkende Teilnehmerzahlen haben 2025 zu einem spürbaren Umsatzrückgang und einem deutlichen operativen Defizit geführt (persoenlich.com berichtete). (pd/spo)

