Die BDP ist unzufrieden mit der Arena. Sie fühlt sich schlecht vertreten. "In den normalen Arena-Sendungen seit dem neuen Konzept wurde die BDP noch gar nie berücksichtigt", sagt BDP-Nationalrat Hans Grunder gegenüber der Zeitung "Schweiz am Sonntag". "Obwohl allen Parteien für die normalen Arena-Sendungen eine Beteiligung nach Proporz versprochen wurde."
Am Dienstag beschloss die BDP-Fraktion, SRG-Generaldirektor de Weck und SRF-Direktor Matter per Brief nochmals um ein Gespräch zu ersuchen. Ihrer Meinung nach verzerre die öffentlich-rechtliche Berichterstattung vor den Wahlen die Realitäten. Inzwischen hat SRF auf den Brief der BDP geantwortet. "Die Stellungnahme von SRF ist alles andere als befriedigend", sagt er. "Deshalb schlage ich der Fraktion am Dienstag eine Beschwerde bei der UBI vor."
Die Arena steht scheinbar auch bei anderen kleineren Parteien in der Kritik. "Eigentlich getraut man sich gar nicht, sie öffentlich zu äussern", sagt GLP-Präsident Martin Bäumle. "Weil man sonst befürchten muss, geschnitten zu werden."
Projer selbst sagt, Parteien versuchten gelegentlich, die Gästeauswahl der Arena «mit Druck und Drohungen» zu beeinflussen. "Dem begegnen wir höflich, aber bestimmt." Noch deutlicher wurde Projer im Antwortbrief an die BDP. "Es trifft nicht zu, dass die BDP in der Arena nicht adäquat vertreten sei", schreibt er. "Unser Versprechen dass die BDP übers Jahr gerechnet in der Arena adäquat vertreten sein wird, gilt." (pd)

