Bestatter verabschiedet die «Bellevue»-Seite

Tamedia - Nun sei das «Bellevue» nicht mehr, heisst es am Ende des Nachrufs. Sein Geist soll ab sofort durch den ganzen Züribund wehen.

von Edith Hollenstein

Im lokalen zweiten Bund erschien im «Tages-Anzeiger» jeweils die «Bellevue»-Seite. Dort fanden Leserinnen und Leser leichtere Lesestoffe, die Rubrik «B-Side» sowie den Comic. Damit ist nun Schluss. Am Samstag ist die letzte «Bellevue»-Seite erschienen. «Nicht so schlimm», findet der Bestatter Luc Conrad in einem Nachruf. Conrad heisst der von Mike Müller verkörperte Bestatter, in der gleichnamigen Serie auf SRF. Conrads Grabrede auf das «Bellevue» habe er vom Bellevue-Team ghostwriten lassen, «vom Ghost of Bellevue, quasi», ist im Tagi zu lesen.

Nun sei das Bellevue nicht mehr, heisst es am Ende des Nachrufs. Sein Geist soll ab sofort durch den ganzen Züribund wehen. «Wo er auch in Zukunft dann und wann flegelhaft und nonkonformistisch und erfrischend in Erscheinung treten darf. Ich sage Tschou in der Hoffnung, ihm wieder zu begegnen».

Laut Tamedia werden die «Bellevue»-Inhalte nicht wegfallen, sie würden lediglich mit dem «Züritipp» organisatorisch vereint werden (persoenlich.com berichtete).

Anfang September hatte persoenlich.com darüber berichtet, dass Nicola Brusa, Ressortleiter Stadtleben und verantwortlich für «Bellevue» sowie den «Züritipp», den «Tages-Anzeiger» verlässt. Über die Gründe seines Abgangs wollte sich der 40-Jährige nicht äussern.