An der vierten Soirée Médias des Verlegerverbandes Schweizer Medien (VSM) anlässlich des Locarno Film Festivals hat Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider ihre Unterstützung für das Leistungsschutzrecht der Presse signalisiert. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) sprach vor rund 140 Gästen aus Politik, Medien und Kultur über die Herausforderungen der Medienbranche, wie der VSM in einem Beitrag auf seiner Website schreibt.
-
SP-Politiker und ehemaliger SRF-Moderator Matthias Aebischer, Bundesrätin Elisabeth Baum-Schneider, SRG-Generaldirektorin Susanne Wille. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
-
Raphaël Brunschwig, der CEO des Festivals, und VSM-Direktorin Pia Guggenbühl. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
-
Chefredaktor Regionale Elektronische Medien CH Media Oliver Steffen. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
-
Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
-
VSM-Direktorin Pia Guggenbühl, FDP-Politikerin Doris Fiala, Ex-SRG-Generaldirektor Armin Walpen, VSM-Präsident Andrea Masüger. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
-
Die Teilnehmenden der Soirée Médias vor dem Teatro Paravento. (Bild: Keystone/Pablo Gianinazzi)
Baume-Schneider verwies auf den rasanten technologischen Wandel, die Dominanz sozialer Netzwerke und die Bedrohung durch Desinformation. «Je nervöser die Welt, desto wichtiger wird unaufgeregte, seriöse Publizistik», sagte die Bundesrätin. Bereits als Vorsteherin des Justizdepartements (EJPD) hatte sie vor drei Jahren die Änderung des Urheberrechtsgesetzes zum Schutz journalistischer Texte durch die Vernehmlassung begleitet.
VSM-Direktorin Pia Guggenbühl unterstrich die Bedeutung eines wirksamen Schutzes journalistischer Inhalte im digitalen Raum. Neben dem Leistungsschutzrecht sei auch der verbesserte Schutz geistigen Eigentums vor der Nutzung durch KI-Anwendungen essentiell. Der VSM setzt auf die Unterstützung des Parlaments und hofft auf die Annahme der Motion von FDP-Ständerätin Petra Gössi durch den Nationalrat.
VSM-Präsident Andrea Masüger dankte der Bundesrätin für ihre Unterstützung sowie Mitte-Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach für ihre parlamentarische Initiative zur Wiederbelebung von Teilen des gescheiterten Medienpakets. Auch SRG-Direktorin Susanne Wille wurde für die konstruktiven Gespräche gewürdigt, die zur Grundsatzvereinbarung zwischen SRG und VSM führten.
Die Veranstaltung fand im Garten des Teatro Paravento statt. Im Anschluss besuchten die Gäste gemeinsam Filmvorführungen auf der Piazza Grande. (pd/nil)
Kommentar wird gesendet...
KOMMENTARE
Kommentarfunktion wurde geschlossen

