07.05.2015

NZZ

Chefredaktor Eric Gujer beriet den Nachrichtendienst

Ein Interview im "Schweizer Monat" sorgt für Diskussionen.
NZZ: Chefredaktor Eric Gujer beriet den Nachrichtendienst

Wirbel um den neuen NZZ-Chefredaktor: Rechtsprofessor Rainer J. Schweizer überraschte in einem Interview im "Schweizer Monat" mit einer brisanten Aussage. Der neue NZZ-Chefredaktor Eric Gujer sitze im Beirat des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), so Schweizer. 

Die Interview-Aussage sei schlicht falsch, erklärt eine NDB-Sprecherin gegenüber blick.ch. Prompt vermeldete auch der "Schweizer Monat" seinen Irrtum: "Uns ist ein Fehler unterlaufen.", schreibt die Redaktion auf Twitter und löschte das Interview aus dem Web, so dass es nun nur noch in der aktuellen Printausgabe zu lesen ist.

Schweizers Aussage sei aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Wie blick.ch schreibt, sass Gujer zwar nie im Beirat, wurde aber vom Geheimdienst zu Rate gezogen.

"Im Vorfeld der Ausarbeitung des Nachrichtendienstgesetzes konsultierte der NDB verschiedene Experten aus Wissenschaft, Medien, Justiz, Politik und Wirtschaft", erklärt NZZ-Sprecherin Myriam Käser gegenüber Blick.ch. Und: "Eric Gujer wurde als Strategie-Experte und langjähriger Deutschlandkorrespondent zu verschiedenen Fragen insbesondere im Zusammenhang mit dem deutschen Nachrichtendienstgesetz (NDG) und der parlamentarischen Kontrolle der Nachrichtendienste in Deutschland konsultiert."

Mitglied des Gesprächskreises Nachrichtendienste 

Tatsächlich hat sich Gujer als Journalist und Buchautor immer wieder mit dem Thema Nachrichtendienste und Terrorbekämpfung auseinandergesetzt. 2006 etwa erschien sein Buch "Kampf an neuen Fronten – Wie sich der BND dem Terrorismus stellt". Er ist zudem Mitglied des Gesprächskreises Nachrichtendienste in Deutschland.

Käser betont aber: "Gujer ist weder Politikberater noch Auftragnehmer einer Behörde. Zu keiner Zeit war er Mitglied eines NDB-Beirats oder eines vergleichbaren offiziellen Gremiums." (blick.ch)

 



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