10.01.2022

Republik

Christof Moser hört als Chefredaktor auf

Nach 1066 Tagen gibt er die Chefredaktion Ende Januar an seinen Stellvertreter Oliver Fuchs ab, der die Leitung ad interim übernimmt. Ob Moser nach einem Übergangsprozess weiterziehen oder bei der Republik eine neue Herausforderung annehmen wird, sei noch offen, wie es auf Anfrage heisst.
Republik: Christof Moser hört als Chefredaktor auf
Ist nach sechs Jahren Aufbauarbeit müde und findet es an der Zeit, neuen Kräften Platz zu machen: Christof Moser. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Christof Moser wird die Chefredaktion der Republik nach 1066 Tagen auf Ende Januar abgeben, wie die Republik am Montagmorgen auf Twitter mitteilte. Nachrücken wird Oliver Fuchs, der seit rund drei Jahren sein Stellvertreter war und die Chefredaktion ad interim übernimmt, bis eine neue Führungscrew steht.

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Moser werde den Übergangsprozess noch einige Monate begleiten, wie es weiter heisst. Das bedeute: Er werde der Chefredaktion in publizistischen und medienrechtlichen Fragen beratend zur Verfügung stehen und den Journalisten und Journalistinnen in der Redaktion als «Sparringpartner für Ideen und handwerkliche Fragen aller Art» zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus sei er nach einer Verschnaufpause offen für neue Abenteuer. Nach sechs Jahren Aufbauarbeit sei Christof Moser müde und finde es an der Zeit, neuen Kräften Platz zu machen. «Wir, die Crew der Republik, finden das erstens nachvollziehbar, werden ihn auf der Brücke trotzdem vermissen – und sind ihm zweitens sehr dankbar. Christof hat einen enormen Anteil daran, dass die Republik heute ist, wo sie ist».

«Haben Zielsetzung als Team erreicht»

Für ein Interview steht Christof Moser auf Anfrage von persoenlich.com derzeit nicht zur Verfügung. In einer ergänzenden Mitteilung der Republik erläutert Moser die Hintergründe zu seinem Rücktritt jedoch etwas näher: «Bei der Ernennung zum Chefredaktor im März 2019 zusammen mit Brigitte Meyer als Co-Chefredaktorin und Oliver Fuchs als stellvertretender Chefredaktor lautete die Zielsetzung, die Republik publizistisch zu positionieren, die Redaktion nach der Startphase zu konsolidieren und den wirtschaftlichen Durchbruch zu einem funktionierenden Geschäftsmodell zu schaffen. Das haben wir als Team gemeinsam mit der ganzen Crew und aktuell fast 30'000 Verlegerinnen erreicht. Damit endet eine wichtige Etappe für die Republik. Aber keineswegs die harte Arbeit.»

Der scheidende Chefredaktor fügt hinzu: «An einigem bin ich auch gescheitert – neue, grosse Herausforderungen warten.» Die Leiterin des Bereichs Community bei der Republik Katharina Hemmer ergänzt: «Ob Christof Moser weiterziehen oder bei der Republik eine neue Herausforderung übernehmen wird, ist noch offen.» (pd/tim/mj)



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