30.08.2023

WOZ

Claudia Kaufmann als Meldestelle mandatiert

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen einen ehemaligen Mitarbeiter hat die Wochenzeitung WOZ die Juristin und Gleichstellungsfachfrau beauftragt, die Vorkommnisse zu untersuchen.
WOZ: Claudia Kaufmann als Meldestelle mandatiert
Gleichstellungsspezialistin untersucht Vorwürfe wegen sexueller Belästigung: Claudia Kaufmann. (Bild: SRG/Frank Brüderli)

In einer Mitteilung in eigener Sache gab die Herausgebergenossenschaft der Wochenzeitung WOZ am Mittwoch bekannt, dass sie Claudia Kaufmann engagiert hat als unabhängige Meldestelle. Vor einer Woche machte Radio SRF zahlreiche Fälle von Belästigungen und einen mutmasslichen Übergriff eines ehemaligen WOZ-Reporters bekannt (persoenlich.com berichtete). Der Journalist arbeitet heute bei der Republik, wo er aktuell freigestellt ist nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen ihn.

Kaufmann werde aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WOZ zur Verfügung stehen, schreibt die Zeitung. Danach soll sie die gemeldeten Vorfälle untersuchen. Aus den Erkenntnissen will das Unternehmen Massnahmen entwickeln «für den Schutz unserer Mitarbeiter:innen und ein sicheres Arbeitsklima».

Karriere in der Bundesverwaltung

Claudia Kaufmann ist promovierte Juristin. Sie war die erste Leiterin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann und arbeitete später als Generalsekretärin des Eidgenössischen Departements des Innern EDI. Danach war sie als Ombudsfrau der Stadt Zürich tätig.

Als vor drei Jahren beim Westschweizer Radio und Fernsehen RTS Vorwürfe wegen sexueller Belästigung bekannt wurden, war Claudia Kaufmann Teil des Untersuchungsteams für die Vorwürfe von Fehlverhalten. (nil)



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