02.07.2024

Stefan Wabel

«Da bleibt noch sehr viel zu tun»

Per Ende Jahr wechselt der Geschäftsführer des Verlegerverbands als Chief Operation Officer zu CH Media. Gegenüber persoenlich.com erklärt Stefan Wabel, welche Aufgaben beim Aargauer Medienunternehmen auf ihn warten und was er in der verbleibenden Zeit beim Verband noch erreichen will.
Stefan Wabel: «Da bleibt noch sehr viel zu tun»
Stefan Wabel am diesjährigen Swiss Media Forum in Luzern. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Stefan Wabel, Sie werden den Verlegerverband Schweizer Medien VSM spätestens Ende Jahr verlassen (persoenlich.com berichtete). Warum zieht es Sie nach dreieinhalb Jahren wieder weg?
Geschäftsführer des Verlegerverbandes ist und bleibt einer der spannendsten Jobs der Branche. Die Chance aber, die Zukunft eines der grössten Schweizer Medienunternehmen mitgestalten zu dürfen, kommt nicht alle Tage. Es ist ein riesiges Privileg, eine solche Aufgabe übernehmen zu dürfen.

Bei CH Media treten Sie per Anfang 2025 die Stelle als Chief Operating Officer COO an. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?
CH Media steht schweizweit für Journalismus, der aufklärt, und Unterhaltung, die begeistert. Diesem Credo kann ich mich zu hundert Prozent anschliessen. Die Aufgabe des COO ist äusserst vielseitig und vielschichtig – meine langjährige und breite Erfahrung bei der Bewältigung der vielen spannenden Herausforderungen kann ich dabei ideal einbringen.

Als COO verantworten Sie unter anderem die Druckereien und den Pressevertrieb von CH Media. Hat man Sie als Totengräber angeheuert?
Auf keinen Fall. Die gedruckte Zeitung entspricht immer noch einem grossen Bedürfnis der Schweizer Bevölkerung und CH Media druckt und verteilt noch immer täglich rund 300'000 abonnierte Exemplare. Gleichzeitig erreicht CH Media so viele Menschen wie noch nie zuvor über digitale und elektronische Kanäle. Das ist die Stärke von CH Media: relevant auf allen Kanälen.

Die Herausforderungen in Ihrem künftigen Zuständigkeitsbereich sind gross, um nicht zu sagen: sehr gross. Wie können Sie als COO dazu beitragen, dass CH Media stabil in die Zukunft geht?
Der Wandel in der Medienbranche geht unvermindert weiter, das stimmt. CH Media ist aber in einer guten Position, und zusammen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen der Unternehmensleitung und den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir alles daransetzen, CH Media gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu bringen. Das ist von zentraler Bedeutung, erfüllt CH Media als privates Medienhaus doch einen starken Service public in vielen Regionen der Schweiz.

Bis Ende Jahr sind Sie Geschäftsführer des Verlegerverbands. Welche Geschäfte wollen Sie bis dann noch unter Dach und Fach bringen?
Da bleibt noch sehr viel zu tun. Medienpolitisch gilt das Hauptaugenmerk dem wichtigen und dringenden Ausbau der indirekten Presseförderung, welcher voraussichtlich im Herbst im Nationalrat diskutiert wird. Daneben stehen vor allem KI und der Schutz unserer journalistischen Inhalte in der digitalen Welt im Fokus. Und nicht zuletzt geht es darum, eine gute Nachfolgelösung innerhalb des Verbandes sicherzustellen.


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