06.10.2015

SRG

"Die ersten Kündigungen werden Mitte November erfolgen"

Sprecher Daniel Steiner erklärt, warum der Stellenabbau tiefer ausfallen könnte.
SRG: "Die ersten Kündigungen werden Mitte November erfolgen"

Herr Steiner, die SRG hat angekündigt, 250 Stellen zu streichen; vornehmlich in Verwaltung, Informatik und Produktion – und auch im Programm. Wenn man nur die Einheit SRF betrachtet: Wo wird abgebaut werden? In Unterhaltung, Sport? Information oder Kultur?
Das kann ich nicht beantworten.

Und welchen der drei Vektoren betrifft der Stellenabbau am meisten: Online, Radio oder TV?
Dazu kann ich auch noch keine weiteren Angaben machen.

Sie können diese Fragen nicht beantworten, wissen aber bereits, dass es 102 Vollzeitstellen sein werden?
Nein, bei 102 handelt es sich um eine Zahl aus dem Papier "Grobmassnahmen", die nun noch genau definiert und allenfalls angepasst werden muss. 

Die Zahl könnte schliesslich also tiefer ausfallen.
Die SRG hat Grobmassnahmen definiert, die nun einem Konsultationsverfahren unterliegen. Die 102 Stellen beziehen sich auf dieses erste Massnahmenpapier. Die SRG wird nun die Mitarbeitenden, das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) als Sozialpartner und die Vereinigung der Kader (VDK) konsultieren. Die Arbeitnehmerschaft hat so die Möglichkeit, Vorschläge zu machen, wie der Stellenabbau vermieden oder verringert werden könnte oder wie sich die Folgen mildern liessen. Erst danach beschliesst die Geschäftsleitung über definitive Detailmassnahmen. Daher konnte ich Ihre ersten beiden Fragen nicht beantworten.

Wer bestimmt darüber, welche Stellen abgebaut werden? 
Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Sprachregionen hat das Sparprogramm erarbeitet. Nun hat die Geschäftsleitung nach Rücksprache mit dem Verwaltungsrat den Massnahmenkatalog verabschiedet. Nach der Konsultation beschliesst die Geschäftsleitung über die definitiven Massnahmen.

Inwiefern könnte auch Ihre Abteilung oder sogar Ihre eigene Stelle vom Abbau betroffen sein?
Das wird sich weisen.

Wann genau werden die betroffenen Mitarbeiter informiert? 
Die ersten Kündigungen werden ab Mitte November erfolgen. Es könnte auch Massnahmen geben, welche nicht sofort greifen. Entsprechend kann ein gewisser Stellenabbau zeitlich später erfolgen.


Anmerk. d. Red.: Daniel Steiner fand am Dienstag "wegen vieler Anfragen" keine Zeit für ein Telefongespräch mit persoenlich.com, er wollte daher die Fragen einzig schriftlich beantworten.

Roger de Weck selber konnte sich nicht äussern. (eh)


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