15.08.2003

Radio 105

Diffamierungsversuch aus DRS-Studios?

Anonyme Mail an 20 Minuten bewirkte Klage.

Am 18. März wurde der Pendlerzeitung 20 Minuten gemäss einem Bericht von Tele eine Mail mit dem Titel "Exodus bei 105" zugestellt. Ein fiktiver Absender benutzte ein anonymes Hotmail-Konto, um die personellen Abgänge der letzten Jahre aufzulisten, von "Knebelverträgen" zu berichten und die Stimmung im Team als "im Keller" zu beschreiben.

Ein Techniker von 105-Chef Giuseppe Scaglione habe daraufhin über die nicht verschlüsselte IP-Adresse in der Mail herausfinden können, dass die Nummer dem Schweizer Radio DRS gehöre. Radiodirektor Walter Rüegg habe auf einen Brief von Scaglione hin zwar sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass "ein/e Mitarbeiter/in von Radio DRS (...) sich anonym über Radio 105 geäussert" habe. Die Mail sei aber nicht illegal und der Verfasser nicht zu ermitteln.

Recherchen von Tele sollen indes ergeben haben, dass die Mail in einem Sendestudio von Radio DRS in Basel abgeschickt wurde. Aus diesen Studios, zu denen nur wenige Zugang hätten, sende 105-Konkurrent Virus -- bei welchem eine Reihe ehemaliger 105-Leute arbeiteten. Im übrigen müsse sich dort jeder DRS-Mitarbeiter vor dem Benutzen des Internets einloggen, was ihn identifizierbar mache.


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