Die Republik trägt den Anfang Mai vorgestellten KI-Kodex des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM) und seiner Partner nicht mit. Das teilte David Bauer, Leiter Produktentwicklung und KI-Verantwortlicher der Republik, in einem Newsletter vom Dienstag mit.
Bauer begründet die Haltung mit einer Kennzeichnungsregel des Kodex: Inhalte, die grösstenteils mit KI erstellt, aber «angemessen geprüft» wurden, müssen demnach nicht als KI-generiert deklariert werden. Die Republik sieht darin einen Widerspruch zu den Empfehlungen des Schweizer Presserats, der für alle KI-gestützt erstellten Inhalte «grösstmögliche Transparenz» fordert.
Die Republik verweist auf eigene, seit zwei Jahren öffentlich kommunizierte KI-Richtlinien, an denen sie festhält.
Hinter dem KI-Kodex stehen neben dem VSM unter anderen die SRG, Keystone-SDA sowie mehrere Privatrundfunkverbände (persoenlich.com berichtete). Der Kodex setzt auf Selbstregulierung und sieht keine formellen Sanktionen vor. Die Umsetzung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. (cbe)

