Der Abschied von Katja Stauber nach ihrer letzten «Tagesschau»-Moderation werde den geltenden Corona-Regeln Rechnung tragen müssen, hiess es zuvor noch bei SRF an Anfrage. Gelöst wurde es am Freitagabend so: Ihr Ehemann Florian Inhauser – ebenfalls «Tagesschau»-Moderator – hielt eine Laudatio, überreichte ihr Blumen und schloss seine Frau schliesslich in die Arme.
Als Stauber im November 1992 ihre erste «Tagesschau» moderiert habe, sei Bill Clinton eben erst zum 42. Präsidenten der USA gewählt worden, die Schweiz habe im erbitterten Abstimmungskampf um den EWR gesteckt, die Wiener Hofburg sei in Flammen gestanden und im Kino sei «Sister Act» gelaufen. Gut 1000 Stunden «Tagesschau» – oder 42 Tage am Stück – habe sie seither moderiert, kündigte Inhauser den folgenden Einspieler an:
«Uf Wiederluege», Katja Stauber! Nach fast 28 Jahren als «Tagesschau»-Moderatorin verabschiedet sie sich hinter die Kamera. #srfarchiv #srftagesschau pic.twitter.com/OV5VUjOLN7
— SRF (@SRF) April 3, 2020
Nach dem Zusammenschnitt übernahm Stauber zum letzten Mal. «Bevor ich jetzt noch sentimental werde, und das werde ich bestimmt und bin es eigentlich schon, bedanke ich mich fürs Zuschauen, Ihre Treue, für Ihr Interesse, für Lob und angesagte Kritik. Es war mir eine Freude, alles Gute, bleiben Sie gesund. Einen schönen Abend noch und uf Wiederluege», sagte sie mit zittriger Stimme und feuchten Augen. Den Rosenstrauss überreichte Inhauser untermalt von Stevie Wonders «Isn't She Lovely».
Stauber wechselt nun hinter die Kamera und wird Produzentin der «Tagesschau» (persoenlich.com berichtete). Auch Inhauser hatte kurz zuvor einen Abschied: Er moderierte am Donnerstagabend zum letzten Mal «#SRFglobal». (cbe)