01.06.2026

Presseschau

Eishockey-Nati weckte Hoffnungen und landete hart

Zum fünften Mal steht die Schweizer Eishockey-Nati im WM-Finale, zum fünften Mal verliert sie. Stimmen aus Schweizer Medien zum unglücklichen Ende des Heimturniers – ein Märchen ohne Happy-End.
Presseschau: Eishockey-Nati weckte Hoffnungen und landete hart
Hängende Köpfe nach der Niederlage. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

CH Media (Klaus Zaugg)
«Die Schweizer sind an einem Gegner gescheitert, der keinen Helm trägt, keine Schlittschuhe schnürt, keinen Stock in Händen hält und sich in keiner Statistik erfassen lässt: An der Last der Erwartung, die noch nie so hoch war.»

Tamedia (Simon Graf)
«[Der entlassene Nationaltrainer Patrick] Fischer war an der WM kein grosses Thema mehr, sein Geist wehte aber weiter in der Garderobe. Er hatte das grosse Denken verbreitet und die Kultur im Team geprägt. WM-Gold wäre auch sein Verdienst gewesen.»

NZZ (Eva Breitenstein)
«Nach zwei Wochen des kollektiven Freudentaumels, des ‹Döp-dö-dö-dö-dö-dö-dö-dö-döö›, der ‹W. Nuss vo Bümpliz›, des gegenseitigen Hochschaukelns der Akteure auf dem Eis und auf den Rängen landete man gemeinsam hart.»

Blick (Dino Kessler)
«Es war eigentlich das schwächste Spiel dieser WM. Und das ausgerechnet im Finale. Kann man das der Mannschaft vorwerfen? Bis zu einem gewissen Punkt schon. Aber es ist halt immer noch eine grosse Angelegenheit: Ein Finale, und dann noch bei einer Heim-WM. Dass man da nervöser ist als üblich, das kann ich nachvollziehen.»

SRF Sport (Marco Löffel)
«Mit dem Finalsieg in Zürich fügte ‹Suomi› der Nati die zweite herzzerreisende Overtime-Niederlage innert kürzester Zeit zu. Bereits an den Olympischen Spielen in Mailand hatte sich Finnland in der Verlängerung gegen die Schweiz durchgesetzt, damals noch im Viertelfinal.»

Bluewin (Sandro Zappella)
«Das Team von Jan Cadieux hat nicht nur stark gespielt, sondern mit Leidenschaft, Solidarität und Hingabe gekämpft. Sie hat Emotionen ausgelöst, Hoffnungen geweckt und ein Land zusammengebracht. Leider wird nicht jede überragende Leistung am Ende mit Gold belohnt.»


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