11.10.2016

Böhmermann-Affäre

Erdogan-Beschwerde gegen Einstellung von Ermittlungen

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan beschwert sich gegen die Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann eingelegt.
Böhmermann-Affäre: Erdogan-Beschwerde gegen Einstellung von Ermittlungen
Der Streit um sein Schähgedicht über Erdogan geht in die nächste Runde: ZDF-Moderator Jan Böhmermann. (Bild: KEYSTONE/Britta Pedersen)

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat Beschwerde gegen die Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann eingelegt.

Die Beschwerde wurde durch einen Rechtsanwalt Erdogans in dessen Namen erhoben und ging am Sonntag bei der Staatsanwaltschaft Mainz und der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ein, wie die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller am Montag in Mainz mitteilte.

Die entsprechenden Akten werden demnach nun der Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz zugeleitet, die über die Beschwerde zu entscheiden hat. Die Staatsanwaltschaft Mainz hatte ihre Ermittlungen gegen Böhmermann wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts in der vergangenen Woche eingestellt.

Der Satiriker hatte Ende März in der ZDF-Sendung «Neo Magazin Royale» ein umstrittenes Schmähgedicht auf Erdogan verlesen. Die Mainzer Ermittler kamen letztlich zu dem Schluss, dass er damit den türkischen Staatspräsidenten strafrechtlich nicht beleidigt habe. (sda)



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