23.06.2014

NZZ

Erhöht die Bezahlschranke

Neu können Benutzer nur noch zehn Artikel pro Monat kostenlos lesen.
NZZ: Erhöht die Bezahlschranke

Die "Neue Zürcher Zeitung" erhöht ab Montag die Bezahlschranke ihrer Website www.nzz.ch, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Statt bisher 20 kostenlose Artikel werden künftig pro Benutzer noch 10 Artikel ohne Bezahlung erhältlich sein. Die NZZ setzt damit die Strategie, ihr publizistisches Angebot auch mittels Erträgen aus dem Internet zu finanzieren, schrittweise um. Parallel dazu führt sie für interessierte Leserinnen und Leser ein attraktives Testabonnement ein.

Als die "Neue Zürcher Zeitung" 2012 die Bezahlschranke für NZZ.ch einführte, wurde das innerhalb der Branche mit Skepsis aufgenommen. Zwei Jahre später setzt sich die Erkenntnis durch, dass qualitativ hochstehender Journalismus auch im digitalen Bereich einen Preis haben muss und kann.

18'000 digitale Abonnements
Die hohe Anzahl von inzwischen 18'000 digitalen Abonnements zeige, dass die NZZ-Kunden bereit sind, für Fachkompetenz, sorgfältige Recherche und professionelle Aufarbeitung zu zahlen, heisst es weiter. Eine kostenfreie Abgabe der digitalen Inhalte sei auf Dauer weder wirtschaftlich noch fair gegenüber zahlenden Leserinnen und Lesern.

Vor diesem Hintergrund hat die NZZ entschieden, die Bezahlschranke weiter zu erhöhen. Ab heute können Nicht-Abonnenten noch 10 statt wie früher 20 Artikel pro Monat gratis lesen. "Wie bisher wollen wir interessierten Menschen die Gelegenheit geben, sich auf NZZ.ch von unserem Angebot zu überzeugen, und bieten daher eine begrenzte Anzahl an Artikeln kostenfrei zum Lesen an", sagt Steven Neubauer, Leiter Marketing und Produkte im Geschäftsbereich Zürich der NZZ-Mediengruppe.

Testabonnement für fünf Franken pro Woche
Mit der Erhöhung der Bezahlschranke wird ein vierwöchiges digitales Testabonnement lanciert, das die vollständige Nutzung der digitalen Angebote der "Neuen Zürcher Zeitung" zu einem attraktiven Preis von fünf Franken pro Woche ermöglicht. Zusätzlich wurde der Registrierungsprozess vereinfacht und die Bezahlung mit Kreditkarte eingeführt.

"In Zeiten der Nachrichtenflut setzt die NZZ auf hochwertigen Journalismus, der einordnet, analysiert und bewertet. Wir investieren darum konsequent in die Steigerung unserer Qualität und den Ausbau unseres kostenpflichtigen Angebots. Dabei achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Einnahmen aus Werbe- und Lesermarkt, um unsere publizistische Unabhängigkeit langfristig zu sichern", betont Steven Neubauer. (pd)



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