01.09.2025

Journalismus

Fonds wächst auf 1,5 Millionen Franken an

Der Innovationsfonds für multimedialen Journalismus erhält von vier Föderstiftungen eine Million Franken.

Das Geld stammt von der Ernst Göhner Stiftung, der Fondation Aventinus, der Fondation Leenaards und der Gebert Rüf Stiftung. Der 2023 lancierte Fonds verfügt damit über mehr als 1,5 Millionen Franken.

Der Innovationsfonds für multimedialen Journalismus verfolgt das Ziel, journalistische Projekte zu finanzieren, die neue digitale Erzählformate und multimediales Storytelling erproben. Der Fonds soll eine Lücke in der Medienförderung schliessen und Redaktionen ermöglichen, neue Produktionsprozesse zu testen und dauerhaft zu etablieren.

«Solide recherchierte Inhalte einem breiten Publikum zugänglich machen»

«Es freut uns sehr, für mehr Innovation im Schweizer Journalismus mit so wichtigen Partnerstiftungen zusammenspannen zu können. Multimediale Formate eröffnen neue Wege, auch komplexe Themen anschaulich und niederschwellig zu vermitteln – und so wissenschaftlich solide recherchierte Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen», wird Monika Bütler, Vizepräsidentin der Gebert Rüf Stiftung, in einer Medienmitteilung zitiert.

Seit der Gründung hat eine unabhängige Jury 16 Projekte mit knapp 400'000 Franken gefördert. Zu den unterstützten Medien gehören grosse Titel wie NZZ und CH Media, aber auch kleinere Publikationen wie die Republik, Le Temps, L'Agefi oder die Schaffhauser Nachrichten. Alle geförderten Inhalte werden als Open-Access-Publikationen frei zugänglich veröffentlicht.

Die Förderstruktur ist zweistufig aufgebaut: Pilotprojekte erhalten bis zu 20'000 Franken und werden innerhalb eines Monats evaluiert. Skalierungsprojekte können mit bis zu 100'000 Franken unterstützt werden, die Evaluation dauert drei Monate. Unterstützt werden interdisziplinäre Teams aus Journalisten, Designern und IT-Fachleuten.

Modell für gesamtschweizerische Förderinitiativen

Die Partnerschaft zeigt auch eine geografische Aufteilung: Während die Fondation Aventinus und die Fondation Leenaards gezielt Westschweizer Journalismusprojekte unterstützen, engagieren sich die Ernst Göhner Stiftung und die Gebert Rüf Stiftung schweizweit für Medieninnovationen. Diese Konstellation macht den Fonds zu einem Modell für gesamtschweizerische Förderinitiativen, schreibt der Fonds.

Das Evaluationsgremium besteht aus den Medienexperten Alexandra Stark, Angelika Jacobs, Mehdi Atmani und Thomas Häusler. Projektanträge können vierteljährlich eingereicht werden. Der Fonds ist offen für weitere Beteiligungen.


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