28.11.2018

Ringier

Gedruckter «Blick am Abend» wird eingestellt

Aus für den «Blick am Abend» als Zeitung: Von der Einstellung sind elf Mitarbeitende betroffen, nicht aber die Onliner: sie bleiben.
Ringier: Gedruckter «Blick am Abend» wird eingestellt
Wieder eine Box weniger: Like-Mag wurde im Mai eingestellt, nun auch «Blick am Abend». (Bild: Christian Beck)
Nach etwas mehr als zehn Jahren ist Schluss: Am Freitag, 21. Dezember, erscheint die letzte gedruckte Ausgabe von «Blick am Abend». Danach will Ringier den Fokus auf das digitale Angebot der Marke legen. «Wir haben uns entschieden, die gedruckte Ausgabe einzustellen», so Alexander Theobald, COO Ringier Schweiz und Geschäftsführer der Blick-Gruppe, in einer Mitteilung. Durch die Entwicklung am Schweizer Werbemarkt sei dieser Schritt wirtschaftlich notwendig geworden. «Wir haben uns diesen Entscheid nicht leicht gemacht und bedauern die Schliessung. Aber die wirtschaftliche Situation und die negativen Prognosen haben uns dazu bewogen, uns fortan auf den digitalen Blick am Abend zu konzentrieren», so Theobald.

Gleichzeitig kommt es zu «Anpassungen im Newsroom und im Verlag der Blick-Gruppe», wie Ringier weiter schreibt. Insgesamt seien von der Einstellung und der Reorganisation elf festangestellte Mitarbeitende betroffen. Ein Teil des Stellenabbaus könne über Frühpensionierungen aufgefangen werden. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme der Ringier-Sozialplan zum Tragen.

Onliner nicht betroffen

Die Online-Mitarbeitenden seien von der Einstellung der Print-Ausgabe nicht betroffen. Sie würden weiterhin Inhalte für blickamabend.ch und die Social-Media-Auftritte erstellen. «Damit wird die grosse digitale Community wie bisher bedient», sagt Chefredaktor Christian Dorer gegenüber persoenlich.com. Schon heute zählten die Social-Media-Auftritte des «Blick am Abend» zu den erfolgreichsten der Schweizer Medienlandschaft. Die Social-Media-Aktivitäten würden intensiviert, um die digitale Community weiter auszubauen.

Der «Blick am Abend» erschien am 2. Juni 2008 erstmals, als Nachfolgeprodukt der am 30. Mai 2008 eingestellten Gratiszeitung «heute». (pd/eh)



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Kommentare

  • Ravena Frommelt, 28.11.2018 15:43 Uhr
    Das Sudoku werde ich vermissen. Den journalistischen Teil jedoch weniger.
  • Elias Truttmann, 28.11.2018 16:21 Uhr
    Das ist Zeitungssterben von seiner schönsten Seite. Wichtig ist, dass die Katzenbildstrecken, die Kernkompetenz des BaA-Teams, erhalten bleiben! Der Rest kann weg. Dass Ringier Doris Leuthard treu ergeben ist, ist ja kein Geheimnis. Dass man sich ihren Ratschlag (Gratiszeitungen abschaffen!) soo rasch zu Herzen nimmt, hätte ich trotzdem nicht gedacht.
  • Adrian Knoepfli, 28.11.2018 16:54 Uhr
    Schön. Weniger Müll im Tram.
  • Robert Weingart , 28.11.2018 20:09 Uhr
    @Truttmann und Frommelt: Sollten wirklich 11 Mitarbeiter entlassen werden, erachte ich Ihre Kommentare als zynisch und deplatziert, auch wenn der Blick nicht meinem Niveau entspricht.
  • Ravena Frommelt, 29.11.2018 17:56 Uhr
    Ja, das ist traurig. Aber eloquent sind Blick-Journalisten ja, deshalb zweifle ich nicht daran, dass sie was Neues (und Besseres) finden. Schliessen sich irgendwo Türen, gehen irgendwo andere auf. Das ist doch immer so im Leben, jedenfalls in meinem, also mitnichten zynisch.

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