Im Zentrum der Veranstaltung am vergangenen Sonntag standen vier Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten, die Hossli in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen waren.
Mit Arthur Rutishauser, Chefredaktor der SonntagsZeitung, sprach der Leiter der Ringier-Journalistenschule über dessen Dokumentarfilm «Game Over» zum Credit Suisse-Niedergang. Was als Artikelserie begann, wurde zum Kinoprojekt. «Man muss etwas erklären, ohne dass die Hälfte der Leute aus dem Kino rausläuft», sagte Rutishauser. Während UBS-Banker Sergio Ermotti und Colm Kelleher auftreten, verweigerten sich die Credit Suisse-Manager. «Ich nehme an, das hängt mit all den Klagen zusammen, die im Gang sind.»
Das zweite Gespräch führte Peter Hossli mit Helen Arnet. Die SRF-Reporterin begleitete fünf Jahre lang Flavia, eine junge Frau mit Magersucht. «Es sind häufig junge Frauen, die anfangen zu hungern», sagte Arnet. «Sie kommen ins Spital, werden wieder aufgepäppelt. Nachher werden sie wieder entlassen. Sie sind für die Psychiatrie zu krank und für das Spital zu gesund.» Als Flavia den fertigen Film sah, war sie schockiert – sie hatte sich nie so krank gesehen.
Gruselige Erfahrungen mit dem Schwingvolk
Yara Vettiger und Vanessa Nyfeler hatten im Vorjahr die Ringier Journalistenschule abgeschlossen. Sie berichteten am Fest des Journalismus, wie sie für die Schweizer Illustrierte vom ESAF in Mollis berichteten. Während Vettiger den neuen Schwingerkönig Armon Orlik porträtierte, fokussierte sich Nyfeler auf die Fans. Vettiger schilderte jedoch auch negative Erfahrungen: «Als junge Frau im Sportsjournalismus bin ich es mir gewohnt, in einer männerdominierten Branche zu arbeiten», doch am ESAF sei sie «von vielen Männern gruselig angemacht und auf meinen Körper reduziert» worden.
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Peter Rothenbühler (Publizist) und Nina Siegrist (CEO Schaffhauser Nachrichten). (Bild: Mattia Coda)
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Corinne Schüepp (Assistentin Journalistenschule) und Silvia Binggeli (Chefredaktorin Schweizer Illustrierte) (Bild: Mattia Coda)
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Maria-Rahel Cano (ex-Nebelspalter, jetzt Journalistenschule), Sara Belgeri und Noemi Hüsser (Absolventinnen Journalistenschule). (Bild: Mattia Coda)
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Nicoletta Cimmino (Publizistische Leitung Gasmann Media) (Bild: Mattia Coda)
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Frank A. Meyer (Publizist) und Peter Hossli (Leiter Ringier Journalistenschule) (Bild: Mattia Coda)
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Villa Römerhalde in Zofingen, Sitz der Ringier Journalistenschule. (Bild: Mattia Coda)
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Arthur Rutishauser (Chefredaktor Sonntagszeitung) (Bild: Mattia Coda)
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Helen Arnet (Reporterin SRF) (Bild: Mattia Coda)
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Helen Arnet (Reporterin SRF) (Bild: Mattia Coda)
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Yara Vettiger und Vanessa Nyfeler (beide Schweizer Illustrierte) (Bild: Mattia Coda)
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Karin A. Wenger (freie Journalistin) (Bild: Mattia Coda)
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Karin A. Wenger (freie Journalistin) (Bild: Mattia Coda)
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Karl Lüönd (Publizist) (Bild: Mattia Coda)
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(Bild: Mattia Coda)
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(Bild: Mattia Coda)
Karin A. Wenger, freischaffende Reporterin und NZZ-Auslandredaktorin, sprach über ihre Arbeit in Syrien nach Assads Sturz. Ihre Reportage über den «Minister der Bäckereien» zeigt komplexe politische Umbrüche anhand konkreter Personen. Warum wählt sie ein so schwieriges Feld wie den Nahen Osten?«Ich habe gerne komplizierte Sachen», sagte Wenger. «In diesem Konflikt darf man sich keine Fehler erlauben, weil man sonst sofort Glaubwürdigkeit verliert.» (pd/nil)

