05.02.2026

SRG

Kritik an Verfahren um Wappler-Nachfolge

Bei der Suche nach einer neuen SRF-Direktorin gibt es Ärger wegen der Wahl des Headhunters. Mehrere SRG-Mitarbeiter fordern einen Neustart des Verfahrens.
SRG: Kritik an Verfahren um Wappler-Nachfolge
Nathalie Wappler tritt Ende April 2026 als SRF-Direktorin zurück. Die Suche nach ihrer Nachfolgerin sorgt für Kritik. (Bild: Keystone/Til Bürgy)

Auslöser ist eine personelle Konstellation um den vom Regionalpräsidenten der SRG Deutschschweiz Lukas Bruhin eingesetzten Headhunter. Wie die Republik berichtet hatte, sitzt Sandro Rüegger von der Roy C. Hitchman AG im Verwaltungsrat des Nebelspalters. Zu den Favoritinnen für die Nachfolge von SRF-Direktorin Nathalie Wappler zählt die Radio- und Fernsehjournalistin Anita Richner – sie ist verheiratet mit Markus Somm, dem Chefredaktor und Verwaltungsratsdelegierten des Nebelspalters.

Die zurückgetretene SRG-Verwaltungsrätin Ursula Gut-Winterberger bezeichnete diese Konstellation nun gegenüber der Aargauer Zeitung als «unglücklich». Ihr Abgang erfolgte offenbar so kurzfristig, dass der Posten derzeit vakant ist.

In der SRG wächst laut Aargauer Zeitung der Ärger. Mehrere Mitarbeiter finden, dass das Verfahren gestoppt und neu gestartet werden sollte. Sollte Richner zur SRF-Direktorin gewählt werden, könnte der Vorwurf einer Kungelei aufkommen.

Lukas Bruhin verteidigte sich gegenüber der CH-Media-Zeitung: Die Verantwortung liege ausschliesslich bei den SRG-Gremien. Wo potenzielle Interessenkonflikte bestehen könnten, gälten klare Regeln zur Ausstands- und Rollenabgrenzung. Von einer «Farce» könne keine Rede sein. (cbe)


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KOMMENTARE

Victor Brunner
06.02.2026 07:44 Uhr
Anita Richner, Frau von Markus Somm, als Nachfolge von Nathalie Wappler Das Ganze sieht nach einem präparierten Zückerchen aus um die Rechte zu befriedigen. Aber die Nachfolgeregeln werden eingehalten "aus dem Kuchen auf den Kuchen".