Anderthalb Jahre nach der Übernahme durch Ringier ist am Donnerstag die Westschweizer Zeitung "Le Temps" sowohl im Druck wie auch online in einem neuen Layout erschienen. Die Druckausgabe umfasst mit Ausnahme des Samstags nur noch einen einzigen Bund.
Bei der Westschweizer Qualitätszeitung änderte sich seit der vollständigen Eingliederung ins Medienhaus Ringier Romandie einiges. Der Hauptsitz wurde von Genf nach Lausanne verlegt, wo heute rund 100 Personen in einem gemeinsamen Newsroom mit dem Ringier-Wochenmagazin "L'Hebdo" arbeiten.
In der Rhonestadt arbeiten noch acht Redaktoren, in Bern vier, in Zürich drei und neben den Korrespondenten aus dem Jura, dem Wallis und dem Kanton Freiburg unterhält "Le Temps" auch Büros in Brüssel, Paris und New York.

Die Umstellung auf nur einen Bund erlaube "mehr Flexibilität", sagte der Chefredaktor Stéphane Benoit-Godet, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Einzig am Samstag, laut Benoit-Godet "dem neuen Sonntag", gibt es noch einen achtseitigen Zusatzbund.
Mit "Le Temps Week-end" wurde das Angebot verstärkt. Dieser zweite Bund behandelt vor allem Kultur und Bücher, sowie weitere Themen wie Geschichte, Philosophie, Privatleben, Bildung, Gesundheit, Lifestyle, Medien, Gastronomie und Reisen.

Die Internetseite wurde ebenfalls erneuert. Man habe die gesamte Informatik ausgetauscht, so der Chefredaktor. Letemps.ch wurde responsive, also auch mobil besser lesbar. Schwerpunkte des neuen Layouts sind Bilder, Videos und animierte Infografiken. Auch in den sozialen Netzwerken verstärkt die Zeitung ihre Präsenz und fördert den Dialog mit der Leserschaft. Zudem wurde ein neuer Blog integriert, mit dem die Zeitung eine Plattform für Debatten bietet. (ruh/sda)

