Reporter ohne Grenzen (RSF) Schweiz hat Unterlagen zur digitalen Sorgfalt für Medienschaffende zusammengestellt. Die Organisation begründet dies mit der zunehmenden Bedeutung digitaler Sicherheit für Pressefreiheit und Quellenschutz, da Staaten und andere Akteure ihre Kapazitäten in den Bereichen Überwachung und digitale Zensur verstärkten.
Der Leitfaden von RSF ist vierstufig aufgebaut: Er reicht von Basismassnahmen für die grundlegende politische oder wirtschaftliche Berichterstattung über Massnahmen für erhöhte Anonymität im Netz bei Recherchejournalismus und verstärkten Schutz eigener Quellen bei sensiblen Themen bis zur Einrichtung einer möglichst gesicherten Gesamtumgebung für Recherchen zu besonders heiklen Themen mit vertraulichen Quellen. Dem Modell liegt laut RSF der Gedanke zugrunde, dass sich Risiko und nötige Sicherheitsvorkehrungen von Fall zu Fall unterscheiden – etwa zwischen einer Journalistin, die über politische Themen in der Schweiz schreibt, und einem Journalisten, der im Ausland zu kriminellen Netzwerken recherchiert.
Die Ressourcen inklusive eines PDF-Faltflyers sind auf einer neu eingerichteten Seite von RSF Schweiz abrufbar. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an sämtliche Medienschaffende in der Schweiz. RSF plant, die eigenen Kapazitäten im Bereich Cybersicherheit künftig weiter auszubauen, unter anderem durch zusätzliche Ressourcen sowie mögliche Kurse und Workshops. (pd/spo)

