05.02.2020

SRF

Marc Meschenmoser geht zu Konsumenteninfo

Vom Fernsehen zu Print und Online: Der Westschweiz-Korrespondent wird Leiter der neuen Rechercheredaktion für K-Tipp, Saldo und K-Geld. «Mein neuer Arbeitgeber ist kein Unbekannter für mich», so Meschenmoser.
SRF: Marc Meschenmoser geht zu Konsumenteninfo
Vom Fernsehen zurück zum Print: Marc Meschenmoser. (Bild: SRF/Oscar Alessio)
von Christian Beck

Marc Meschenmoser ist schon jahrelang für das Schweizer Fernsehen tätig, im Sommer verlässt er SRF. Er werde Leiter der neugeschaffenen Rechercheredaktion für die Magazine K-Tipp, Saldo und K-Geld des Zürcher Verlags Konsumenteninfo. «Grosse Vorfreude, die investigative Recherche für 1,2 Millionen Leser weiter zu stärken», schreibt Meschenmoser auf Twitter.


«Es ist ein grosses Privileg, mit René Schumacher einen Verleger zu haben, der im aktuellen Medienumfeld in die Recherche investiert, an Journalismus als vierte Macht im Staat glaubt und bereit ist, die investigative Recherche in den Magazinen zu stärken», so Meschenmoser am Mittwoch auf Anfrage von persoenlich.com. Er sei bereits bei der SRF-«Rundschau» Themenplaner gewesen und könne jetzt als Leiter des Rechercheteams weitere Führungserfahrung sammeln. «Ich freue mich sehr darauf, zusammen mit erfahrenen und jungen Kolleginnen und Kollegen aktuelle Recherchen mit Durchschlagskraft online und in die Magazine zu bringen.»

Print und Online sind für Meschenmoser kein Neuland. «Vor meinem Einstieg bei SRF arbeitete ich bereits zwölf Jahre im Print und Online, viele Jahre davon als Rechercheur für verschiedene Titel wie Saldo, K-Tipp oder SonntagsZeitung. Mein neuer Arbeitgeber ist also kein Unbekannter für mich, im Gegenteil», so Meschenmoser. Er habe die Konsumentenmagazine über all die Jahre seiner Fernsehzeit aufmerksam verfolgt – und Schreiben sei immer schon eine Leidenschaft von ihm gewesen. «Es fühlt sich ein wenig an, wie nach Hause zu kommen – auch wenn ich SRF und tolle Kolleginnen und Kollegen vermissen werde.»

Kontaktnetz aufgebaut

Beim Schweizer Fernsehen habe er sich in den letzten Jahren ein breites Kontaktnetz von Informanten aufbauen können – in der ganzen Schweiz, inklusive der Romandie, wo die Konsumenteninfo AG mit Magazinen wie Bon à savoir und Ma santé präsent sei. «Vor allem während meinen sechs Jahren bei der ‹Rundschau› haben wir viel mit dem Öffentlichkeitsgesetz gearbeitet und zahlreiche Dokumente aus ansonsten verschlossenen Behördenschubladen losgeeist. Diese Erfahrung wird mir bei der Leitung des Rechercheteams genauso helfen wie die gemachten Datenstorys, zum Beispiel die Recherche über von der Pharmalobby heimlich gesponserte Uni-Professoren», so der TV-Korrespondent.

Meschenmoser ist seit Sommer 2017 SRF-Fernsehkorrespondent für die Regionen Genf und Waadt (persoenlich.com berichtete). Diese Zeit bezeichnet er als phantastisch. «Journalistisch war die Zeit enorm vielfältig. Einige Stichworte: Von Pierre Maudet als Bundesratskandidat zum Gemiedenen der Genfer Politik über das Ende von Le Matin mit einhergehender Verarmung der Westschweizer Medien bis zur Aufdeckung von Lohnmisständen von über einer halben Million bei der Post in Genf und Lausanne», so Meschenmoser. «Ich werde aber auch menschlich sehr viel mit in die Deutschschweiz nehmen. Freundschaften, die Herzlichkeit der Romands, aber auch ihre Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Lebensentwürfen, Menschen. Ich werde der Romandie eng verbunden bleiben und ein Bein in Genf behalten.»

1994 stieg Meschenmoser in den Lokaljournalismus ein. Von 1999 bis 2002 war er Redaktor von Saldo und «Kassensturz». Nach einiger Zeit als freier Journalist absolvierte er von 2006 bis 2008 bei SRF ein Stagiaire, danach war er Reporter und Redaktor für «10vor10», später Redaktor und Themenplaner für die «Rundschau».

Die Nachfolge von Meschenmoser als Westschweiz-Korrespondent ist noch nicht geregelt, wie es bei SRF auf Anfrage heisst. Der Prozess sei am Laufen.

 



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