24.10.2002

Markus Gisler dementiert Gerüchte um Börsenfernsehen

Verschiedene Gerüchte haben sich seit seinem Abgang beim Finanzportal Moneycab um Markus Gisler (Bild) gerankt. Filippo Leutenegger sollte er als Jean-Frey-CEO verdrängen wollen und als neuer Chefredaktor der Aargauer Zeitung wurde er gehandelt. Am Mittwoch hiess es nun, der ehemalige Cash-Chefredaktor plane ein Börsenfernsehen.

"Das ist ein Skandal!", schimpft ein erzürnter Markus Gisler. Die Art, wie jüngst Journalismus gemacht werde, sei haarsträubend. "Verschiedene Exponenten unserer Zunft haben aus der Affäre Borer offensichtlich rein gar nichts gelernt."

Ursache für den Unmut ist eine am Mittwoch online verbreitete Meldung, wonach Gisler ein Börsenfernsehen plane. "An diesem Gerücht ist absolut nichts wahr. Kein Körnchen!" Man habe ihm, während er unabkömmlich gewesen sei, auf die Combox seines Mobiltelefons gesprochen. Nur wenige Stunden später sei das "absolut haltlose Gerücht" bereits publiziert worden. "Ich finde es skandalös, wenn der Kleinreport etwas publiziert, ohne dem Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben." Es sei unverständlich, dass ihm weder eine vertretbare Frist gesetzt noch ein zweiter Kontaktversuch unternommen worden sei. Er selber hätte als Journalist mit einer Publikation so lange zugewartet, bis eine Kontaktnahme stattgefunden hat. "Man klärt doch erst ab, ob jemand überhaupt erreichbar ist. Ich hätte ja in den Ferien oder auf einer Bergtour sein können."

Das sieht Ursula Klein, Verlegerin des Kleinreports, anders, wie sie gegenüber "persoenlich.com" erklärte: "Wir haben Herrn Gisler die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben, die er ungenutzt verstreichen liess. Wir halten an unserer Darstellung fest."

Konkret sagt Gisler zum jüngsten Gerücht um seine Person: "Ich habe nie eine Sekunde mit irgend jemandem über ein Fernsehprojekt gesprochen. So etwas interessiert mich nicht und wäre gegenwärtig sowieso nicht finanzierbar."

Bereits vor zwei Wochen landete Gisler gegen seinen Willen in den Schlagzeilen. Verschiedene Publikationen -- darunter auch "persoenlich.com" -- schrieben, Gisler solle den Chefredaktor der Aargauer Zeitung ablösen. Weder der AZ-Verleger Peter Wanner noch Gisler selbst konnten damals erreicht werden. Die AZ Medien bestätigte Gespräche mit Gisler nach Wanners Rückkehr aus den Ferien in einem Communiqué. Heute sagt Gisler: "Über laufende Gespräche rede ich prinzipiell nicht. Informationen kommen wenn schon aus Baden."

Frühere Spekulationen über eine mögliche Ablösung des Jean-Frey-CEO Fillippo Leutenegger durch Markus Gisler, welcher bei der Jean Frey im Verwaltungsrat sitzt, sind von verschiedenen Betroffenen bereits wiederholt als falsch bezeichnet worden.


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