Der Medienmanager und Journalist Martin Kotynek übernimmt im Juni die Gründungsgeschäftsführung des neuen Media Forward Funds (MFF). Der Medienexperte war bis Ende 2023 sechs Jahre lang Chefredaktor der österreichischen Tageszeitung Der Standard, wie es in einer Mitteilung heisst. Nun bringe er seine langjährige journalistische Erfahrung und sein Branchenwissen in die Führungsaufgabe beim MFF ein. Damit sei der 40-jährige Kotynek als Gründungsdirektor unter anderem für Konzeption und Weiterentwicklung des Fonds, Fundraising, Stakeholder Relations sowie Förderungen verantwortlich.
«In dieser neuen Aufgabe kann ich meine Erfahrung aus der Führungsarbeit in Medienhäusern zugunsten der gesamten Medienlandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz einbringen», wird Martin Kotynek zitiert. «Unabhängiger, kritischer Journalismus ist eine wichtige Grundlage für unsere Demokratie. In dieser akuten Medienkrise will ich mich gemeinsam mit renommierten Stiftungspartnern, Philanthrop:innen und Impact Investor:innen einsetzen, dass es künftig mehr tragfähige Geschäftsmodelle für Journalismus gibt.»
Neue Geschäftsmodelle für unabhängigen Journalismus
Der Media Forward Fund ist der laut eigenen Angaben «erste länderübergreifende Fond für Journalismusförderung in Deutschland, Österreich und der Schweiz». Der Fond setzt sich dafür ein, dass es mehr unabhängigen Qualitätsjournalismus mit tragfähigen Geschäftsmodellen gibt, «die starke, vertrauenswürdige Inhalte publizieren und sich langfristig nachhaltig finanzieren», wie es heisst. Damit sollen der Journalismus und gleichzeitig die Demokratie gestärkt werden. Besonderes Augenmerk liege auf Zielgruppen, die bislang wenig Zugang zu Journalismus haben.
Der Media Forward Fund wird gegründet auf Initiative der Schöpflin Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung und Zeit Stiftung Bucerius aus Deutschland, der Stiftung Mercator Schweiz und der Volkart Stiftung aus der Schweiz, der Erste Stiftung aus Österreich, sowie des Berliner Impact Investors Karma Capital und Publix – Haus für Journalismus und Öffentlichkeit. Der erste Förder-Call startet im Juli 2024. (pd/cbe)

