06.12.2016

Tamedia, Ringier und NZZ

Medientech-Professur mit der ETH Zürich

Die ETH Zürich startet ein neues Zentrum für Medientechnologie. Als Sponsoren beteiligt sind auch die drei grossen Schweizer Verlage: Tamedia und Ringier zahlen über die nächsten zehn Jahre je 3 Millionen Franken, die NZZ-Gruppe 1,5 Millionen Franken.
Tamedia, Ringier und NZZ: Medientech-Professur mit der ETH Zürich
Die Professur soll Praxis und Forschung näher zusammenbringen und den technologischen Fortschritt für den Medienplatz Schweiz nutzbar machen. (Bild: Keystone)

Die ETH Zürich, die im Bereich Data Science bereits heute viel Fachwissen unter einem Dach vereint, will die digitale Transformation der Medien neu in einem eigenen Bereich erforschen und lehren.

Im Rahmen ihrer Medientechnologie-Initiative schafft die ETH laut einer Mitteilung vom Dienstag eine neue Professur und ein «Media Tech Center». Die Professur verankere das Thema Medientechnologie an der ETH Zürich und bilde spezialisierte Nachwuchskräfte für den sich verändernden Markt aus. Sie ist dem Departement für Informatik angegliedert und stellt die Verbindung mit anderen Experten im Bereich der Datenwissenschaften – sei dies ETH-intern oder extern – sicher.

Talente anziehen

Im neu zu etablierenden Zentrum für Medientechnologie sollen konkrete Fragestellungen und Projekte gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und weiteren Bildungsinstitutionen angegangen und entwickelt werden. Ziel sei zudem, dass sich das Zentrum international mit den führenden Forschenden auf dem Gebiet vernetzt und austauscht. schreibt die ETH. «Die Initiative soll zu einem Leuchtturm für Medientechnologien werden, der weit über die Grenzen hinausstrahlt und die talentiertesten Köpfe anzieht», wird Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich in der Mitteilung zitiert. «Wir möchten damit den datengetriebenen Fortschritt für den Medienplatz Schweiz nutzbar machen.»

Initiative wird von Medienbranche getragen

Mit Tamedia, Ringier und der NZZ-Gruppe sind die drei grössten privaten Schweizer Medienhäuser beteiligt. Tamedia und Ringier als Hauptförderpartnerinnen unterstützen die Initiative über die nächsten zehn Jahre mit jeweils 3 Millionen Franken, die NZZ-Mediengruppe als Förderpartnerin mit 1.5 Millionen Franken, die an die ETH Zürich Foundation fliessen.

Mit den Verlagen soll intensiv zusammengearbeitet werden, um so unter anderem die drängendsten Forschungs- und Anwendungsfragen zu eruieren. Die Medientechnologie-Initiative ist laut ETH offen für weitere Förder- und Bildungspartner.

Pietro Supino lobbierte für die Initiative

Bereits Anfang 2016 hatte Tamedia-Verleger Pietro Supino über die Kooperation mit der ETH gesprochen. «Idealerweise sollte die Initiative von der Branche getragen werden, und wenn die Politik wirklich Medienförderung betreiben will, wäre das sicher der beste Weg dazu», sagte er damals (persoenlich.com berichtete).

Nun, nachdem das Vorhaben zu Stande gekommen ist, freut sich Supino sehr: «Die Medientechnologie-Initiative der ETH soll die Vorteile des technologischen Wandels für die Medien nutzbar machen und die Innovation in der gesamten Branche unterstützen». (pd/eh)



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