Die Union nicht-kommerzorientierter Lokalradios (Unikom) und das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) haben einen Branchenvertrag für Deutschschweizer Privatradios unterzeichnet. Der Vertrag tritt per 1. Juli in Kraft.
Gemeinsam seien Minimalstandards für Arbeitsbedingungen definiert worden, die nicht unterschritten werden dürfen, teilten Unikom und SSM am Donnerstag mit.
Der Abschluss des Vertrags sei das Resultat von Gesprächen und Verhandlungen zwischen Vertretern der Unikom, des SSM und den Mitgliederradios von Anfang dieses Jahres. Der Vertrag wurde am Mittwoch in Zürich unterzeichnet.
Ein Signal für die ganze Branche
Die Unikom und das SSM würden mit dem Vertrag "ein Signal an die gesamte Branche" senden. "Faire Arbeitsbedingungen sind nötig und möglich."
Im Verein Unikom haben sich 18 nicht-kommerzielle Schweizer Lokalradios zusammengeschlossen. Vier Unikom-Mitglieder haben sich bereits verbindlich zum Vertrag geäussert, sagte SSM-Zentralsekretär Stephan Ruppen auf Anfrage. Mit den anderen Mitgliederradios sei man im Gespräch.
Ein erster Meilenstein
Das SSM setzt sich gemäss Mitteilung weiter für eine kollektive Regelung der Arbeitsbedingungen und Gesamtarbeitsverträge für alle Angestellten im Bereich der privaten Radio- und Fernsehstationen ein. Der Abschluss des Branchenvertrages mit der Unikom sei ein erster Meilenstein auf diesem Weg.
Zur Unikom zählen unter anderem das Berner Radio Rabe, das Zürcher Radio Lora und der St. Galler Sender Toxic.fm. (sda)
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