05.10.2021

CH Media

Neuer Frauenrat nimmt die Arbeit auf

Innerhalb der Sparte Publizistik hat sich eine Interessenvertretung der weiblichen Angestellten gebildet. Der Frauenrat will «eine starke, geeinte feministische Stimme sein gegenüber Chefredaktion und Geschäftsleitung», sagt die Delegierte Katja Fischer De Santi.
CH Media: Neuer Frauenrat nimmt die Arbeit auf
Katja Fischer De Santi, Co-Leiterin Leben/Wissen der Zentralredaktion, vertritt den neuen «Frauenrat Publizistik» von CH Media gegen aussen. (Bild: Ralph Ribi)
von Christian Beck

CH Media hat neu einen «Frauenrat Publizistik». Dieser wurde im April gegründet, und in den vergangenen Tagen und Wochen haben sich die Frauen organisiert und formiert. Der Frauenrat ist eine Interessenvertretung der weiblichen Angestellten der Sparte Publizistik über alle Standorte des CH-Media-Verbreitungsgebiets.

«Um den Anliegen der Frauen mehr Gewicht zu geben, wollen wir eine starke, geeinte feministische Stimme sein gegenüber Chefredaktion und Geschäftsleitung – was bei CH Media mit Standorten in der ganzen Schweiz besonders herausfordernd und wichtig ist. Zu vieles verläuft im weitverzweigten System im Sand», sagt Katja Fischer De Santi gegenüber persoenlich.com. Sie vertritt den Frauenrat gegen aussen und gegenüber der Chefredaktion.

Der Frauenrat besteht aus zehn gewählten Frauen. Pandemiebedingt wurden sie online im Chatforum nominiert und still gewählt. Die zehn Mitglieder setzen sich zusammen aus je zwei Frauen aus der Zentralschweiz, der Ostschweiz, Aargau/Solothurn, Basel und aus dem Mantel. Katja Fischer De Santi (Co-Leiterin Leben/Wissen der Zentralredaktion) und Vanessa Varisco (Redaktorin Zuger Zeitung) wurden in der ersten Sitzung am 19. April als Delegierte des Frauenrats gewählt. Beide dienen allen Frauen im Hause CH Media als Ansprechpersonen.

Gleichstellung der Frauen als Ziel

Das Ziel des Frauenrats ist die Gleichstellung und Gleichbehandlung der Frauen gegenüber den Männern auf den Redaktionen. Insbesondere soll ein ausgeglicheneres Geschlechterverhältnis auf allen Hierarchien und gleicher Lohn sowie eine faire und ausgeglichene Berichterstattung angestrebt werden. «Der Frauenrat soll eine unabhängige, erste Ansprechpartnerin sein für Frauenanliegen aller Art, vor allem auch für Frauen, die von Sexismus betroffen sind», so Fischer De Santi weiter.

Der Frauenrat will sich via Teams-Chat kontinuierlich austauschen. Dieser dient als Forum und steht allen Frauen der Publizistik offen für Fragen, Anregungen und Diskussionen. Der Rat selbst trifft sich regelmässig zu Onlinesitzungen und bespricht dort Inputs und erste Projekte.

Zurzeit ist – in Zusammenarbeit mit dem HR – eine Umfrage bei allen weiblichen Angestellten der Publizistik geplant. Den Frauenrat interessiert die allgemeine Befindlichkeit, aber auch, wie es in den Regionen aussieht in Sachen Gleichstellung, Förderung der Frauen oder Sexismus. Diese Umfrage soll Anhaltspunkt sein für weitere Projekte und Schritte.

Bereits vor dem Joint Venture von AZ Medien und NZZ Regionalmedien gab es bei der Aargauer Zeitung einen «Frauentreff». Dieser wurde um einem Frauenchat erweitert. Die Nachfolgeorganisation ist dieser Frauenrat, der sich von der Basis aus selbst formierte.



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