25.03.2009

Rhône-Média

Neuer Grossaktionär bei "Nouvelliste"-Verlegerin

Deal löst Blockade nicht vollständig.

Die Konflikte unter den Walliser Aktionären der "Nouvelliste"-Verlegerin Rhône-Média SA stehen möglicherweise vor einer Lösung. Einer der Grossaktionäre gibt seine Anteile an einen anderen Grossaktionär ab, mit dem er bislang im Streit war.

Käufer des Pakets ist Jacques Lathion, der nun einen Anteil von über 30 Prozent hält und grösster Walliser Aktionär der Rhône-Média SA wird. Er übernahm die Aktien von Bernard Donzé, wie beide am Dienstag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten.

Angesichts der Wirtschaftskrise und der Übernahme des "Nouvelliste"-Aktionärs Edipresse durch Tamedia stehe der "Nouvelliste" vor grossen Herausforderungen. Deshalb sei eine Beilegung der Konflikte unter den Walliser Aktionären unabdingbar.

Lathion und Donzé halten zusammen 60,16 Prozent des Kapitals und sind durch einen Aktionärsbindungsvertrag gebunden. Dieser schreibt vor, dass zur Entscheidfindung die Zustimmung von zwei Dritteln der Walliser Stimmen nötig ist.

Da die Walliser Aktionäre aber in mehrere Gruppen zersplittert sind, die sich oft nicht einigen können, wurden in der Vergangenheit wiederholt Entscheide blockiert. Darüber ärgert sich der grösste Aktionär Edipresse, der 37,5 Prozent des Kapitals hält.

Der Deal zwischen Lathion und Donzé löst die Blockade nicht vollständig. Lathion kontrolliert nur die Hälfte des Walliser Pakets. Lathion werde deshalb nun versuchen, andere Walliser Aktionäre davon zu überzeugen, ihre Anteile an ihn abzutreten, hiess es weiter. (sda)



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang
persönlich Exemplar