14.05.2019

SRG Deutschschweiz

Ombudsmann Roger Blum tritt 2020 ab

Die Nachfolge wird erstmals per Stellenausschrieb gesucht. Zudem wird der Posten mit zwei Personen besetzt.
SRG Deutschschweiz: Ombudsmann Roger Blum tritt 2020 ab
Gibt seinen Posten nach vier Jahren ab: SRG-Ombudsmann Roger Blum. (Bild: zVg.)
von Michèle Widmer

Bei der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz stehen Veränderungen an. Die ordentliche Amtszeit von Ombudsmann Roger Blum und damit auch sein Engagement für die SRG Deutschschweiz laufen Ende März 2020 aus, heisst es in einer Mitteilung. Darin bedankt sich Susanne Hasler, Präsidentin des Publikumsrates der SRG Deutschschweiz, bei Blum für «sein grosses Engagement und seine sorgfältige Arbeit bei der Behandlung von Programm-Beanstandungen».

Bezüglich seiner Nachfolge gibt es gleich zwei Neuerungen. Der Publikumsrat hat entschieden, die Ombudsstelle auf zwei Pensen à 30 bis 40 Prozent aufzuteilen, wie er schreibt. Zudem wird das Amt für die kommende Periode von vier Jahren öffentlich ausgeschrieben.

Belastung auf vier Schultern verteilen

«Die Bedeutung der Ombudsstelle für die Glaubwürdigkeit und die Qualitätssicherung der SRG und die Tatsache, dass die SRG eine öffentliche Institution ist, haben uns dazu bewogen, die Stelle nicht mehr im Berufungsverfahren zu besetzen, sondern um der Transparenz willen öffentlich auszuschreiben», erklärt Hasler auf Nachfrage von persoenlich.com.

Das Pensum und die Arbeitsbelastung auf der Ombudsstelle hätten in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Blum habe zu Beginn in einem 40-Prozent-Pensum, zuletzt in einem 80-Prozent-Pensum gearbeitet, so Hasler weiter. Dies wolle man künftig auf mehrere Schultern verteilen. Mit einem Pensum von je 30 bis 40 Prozent könnte man zudem Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen, die noch im Berufsleben stehen und auch künftig neben diesem Amt noch einer anderen Tätigkeit nachgehen können. Zudem könne man damit sicherstellen, dass die gesetzlich festgeschriebenen Antwortzeiten (40 Tage) auch in temporären Phasen mit sehr vielen Beanstandungen eingehalten werden können.

Die Ausschreibung für die Stellen wurde bereits veröffentlicht. Demnach werden Personen mit einem «vertieften journalistischem Verständnis», «Erfahrung in Mediation und Konfliktmanagement» und der Fähigkeit «zu vermitteln und Brücken zu bauen» gesucht.



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