Die «Schawinski»-Sendung mit der Edel-Prostituierten Salomé Balthus beschäftigt weiterhin. Wie SRG-Ombudsmann Roger Blum am Samstag twitterte, liegen zehn Beschwerden gegen die Ausgabe von «Schawinski» vor. Daher müsse er prüfen, ob das Interview korrekt war.
Als Ombudsmann werde ich immer dann aktiv, wenn Beanstandungen gegen eine Sendung eingehen. Das ist hier der Fall: Gegen "Schawinski" mit Salomé Balthus liegen 10 Beanstandungen vor. Ich muss daher prüfen, ob das Interview korrekt war. @motzella @Salome_herself
— Roger Blum (@BlumRoger) 20. April 2019
In der Sendung vom 8. April spielte der Moderator Roger Schawinski einen Einspieler mit der Feministin Alice Schwarzer ein, worin es um den Zusammenhang von sexuellem Missbrauch in der Kindheit und dem freiwilligenen Gang in die Prostitution ging. Für Diskussionen sorgte schliesslich Schawinskis Frage danach. Weil Balthus diese später in ihrem Blog auf welt.de falsch zitierte, verlor sie sogar ihren Job (persoenlich.com berichtete).
Schawinski äusserte sich folglich im Interview mit persoenlich.com zu den Vorwürfen: «Ich werde vor allem für einen Satz kritisiert, den ich nicht gesagt habe. Mir wird nun vorgeworfen, dass ich ihn zwar gedacht, aber nicht gesagt habe. Das ist grotesk und perfid zugleich», sagte er. (wid)