Der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) hat am Donnerstag an seiner Mitgliederversammlung in Luzern drei neue Präsidiumsmitglieder gewählt. Martina Gammeter, Stefan Wabel und Tanja zu Waldeck folgen auf Peter Wanner, Christof Nietlispach und Ursula Nötzli, die aus dem Gremium ausscheiden.
Die gebürtige St. Moritzerin Martina Gammeter kehrte nach dem Studium in Zürich und St. Gallen ins Engadin zurück und übernahm 2014 die Leitung des Familienunternehmens Gammeter Media in dritter Generation. Sie führt seither das Engadiner Medienhaus und ist Verlegerin der zweisprachigen Lokalzeitung Engadiner Post/Posta Ladina.
Stefan Wabel amtet seit Januar 2025 als COO und Mitglied der Unternehmensleitung von CH Media. Zuvor verantwortete er während dreieinhalb Jahren als Geschäftsführer die operativen Tätigkeiten des VSM. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung in der Medienbranche und präsidiert die Stiftung Werbestatistik Schweiz.
Tanja zu Waldeck ist seit Oktober 2024 als COO für die TX Group tätig und verantwortet die Medienaktivitäten (Tamedia, 20 Minuten und Goldbach) sowie die Group Services. Die Digitalexpertin war zuvor in der Geschäftsführung der BurdaForward Advertising, seit 2017 als COO und von 2023 bis 2024 als CEO tätig. Sie sass zudem im Verwaltungsrat der Goldbach Group.
Die abtretenden Präsidiumsmitglieder waren langjährig für den Verband tätig. Peter Wanner, Verwaltungsratspräsident der CH Media Holding, gehörte dem Präsidium seit 2003 an und fungierte seit 2016 als Vizepräsident. Er leitete unter anderem die Departemente Aussenbeziehungen und Werbemarkt.
Christof Nietlispach, Verwaltungsratspräsident der Freiämter Regionalzeitungen, wirkte 20 Jahre im Präsidium und setzte sich besonders für ein konstruktives Miteinander zwischen grossen, mittleren und kleinen Verlagen ein.
Ursula Nötzli, die seit 2022 die TX Group im VSM vertrat, wechselt als Partnerin zu Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten.
Das neue Präsidium steht laut einer Mitteilung vor mehreren aktuellen Herausforderungen. Der VSM bereitet sich auf ein mögliches Referendum gegen den Ausbau der indirekten Presseförderung vor. Zudem setzt sich der Verband für ein Leistungsschutzrecht im digitalen Raum ein und fordert besseren Schutz journalistischer Inhalte vor KI-Missbrauch.
Die Mitgliederversammlung fand im Vorfeld des SwissMediaForums statt. (pd/cbe)



