21.04.2018

Tamedia kauft die BaZ

Pietro Supino zog Tagi-Interview zurück

Weil sich der Tamedia-Verleger nicht richtig wiedergegeben fühlte und keine Tonbandaufnahme bestand, erschien ein Interview in der eigenen Zeitung gemäss der SaW nicht.
Tamedia kauft die BaZ: Pietro Supino zog Tagi-Interview zurück
Hatte keine Zeit, um ein Tagi-Interview zu bearbeiten: Pietro Supino. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Der Verkauf der «Basler Zeitung» an Tamedia war selbstredend auch Thema in den eigenen Zeitungen des Zürcher Verlags. Im «Tages-Anzeiger» sei zunächst ein Interview mit Verleger Pietro Supino geplant gewesen, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

Erschienen ist es jedoch nie. Gemäss SaW fühlte sich Supino im Interview nicht richtig wiedergegeben, weshalb er es zurückzog. Gegenüber der SaW präzisierte ein Sprecher von Tamedia, das Gespräch mit Supino sei telefonisch geführt worden, weil dieser von Basel nach Zürich zurückfuhr.

Das Interview habe aber nicht dem geführten Gespräch entsprochen. Da er keine Zeit für eine Überarbeitung gehabt habe, bat Supino um einen wortgetreuen Abdruck des Interviews. Jedoch existierte keine Tonbandaufnahme, weshalb das Interview nicht erschienen sei. (pd/maw)



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Kommentare

  • Victor Brunner, 21.04.2018 13:35 Uhr
    Ein weiteres Beispiel wie Supino der Chefredaktion diktiert was gedruckt wird. Supino ist Verleger des TA und oberste Zensurbehörde des TA. Freier Journalismus ist ein Fremdwort für ihn, da ist er in guter Gesellschaft wie Guyer NZZ!:
  • Hans Peter Graf , 22.04.2018 04:46 Uhr
    "Es gilt das gesprochene Wort." Und wer anders als der Interview Partner selbst kann abschätzen, ob die Abschrift seiner Antworten dem entsprechen, was er gesagt hat oder sagen wollte? Da spielt's nur am Rande eine Rolle, ob die Redaktion ihm (indirekt) untersteht. Unprofessionell hat hier der verantwortliche Journalist gearbeitet.
  • Sebastian Renold, 22.04.2018 08:08 Uhr
    Tamedias Struwwelpeter: "Nein, diesen Supino ess ich nicht!"
  • Kurt Heller, 23.04.2018 19:31 Uhr
    Peinlicher als peinlich. Kurt Heller

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