Politik schaltet sich ein

UKW-Abschaltung - Die Nationalräte Gerhard Pfister (Die Mitte) und Thomas Aeschi (SVP) haben im Parlament Vorstösse eingereicht. Beide drehen sich um die Frage, ob man die beschlossene Abschaltung von UKW noch rückgängig machen könnte.

Die Diskussion um die geplante UKW-Abschaltung (persoenlich.com berichtete) wird jetzt auch ein Thema in Bundesbern. Die beiden Zuger Nationalräte Gerhard Pfister, Parteipräsident Die Mitte, und Thomas Aeschi, Fraktionschef SVP, haben unabhängig voneinander eine Interpellation und eine Motion eingereicht, in der sie dem Bundesrat Fragen zur UKW-Problematik stellen.

So will Pfister von der Landesregierung wissen, ob bei der geplanten Abstellung der «Point of no return» bereits überschritten oder ob doch noch ein «Abbruch der Übung» möglich sei. Pfister fragt in seiner Interpellation, ob die «zwangsweise» Abschaltung des UKW-Netzes ohne Einbezug der Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Öffentlichkeit nicht «falsch, verfrüht oder unnötig» sei. In die gleiche Richtung tendiert Aeschi, der in seiner Motion vom Bundesrat verlangt, die per Ende 2022 «geplante Zwangsabschaltung aller Schweizer UKW-Sender rückgängig zu machen». 

Vergleich mit «Dutti»

Medienpionier Roger Schawinski, der die Petition «Rettet UKW» lanciert hat, kommt in der aktuellen Weltwoche eine spezielle Ehre zu: Er wird mit Migros-Gründer Gottlieb «Dutti» Duttweiler, Schawinskis Jugendidol, verglichen. Autor Alex Baur schreibt: «Die Schweiz hat diesen beiden Pionieren viel zu verdanken. In Zürich gibt es deshalb eine Duttweiler-Brücke. Und irgendwann wird man den Sendemast auf dem Üetliberg vielleicht ‹Schawinski-Turm› nennen. Verdient hätte ‹Schawi› es», so das Köppelblatt (Artikel hinter Paywall). (ma)