14.01.2003

Radio LoRa

Programmreform sorgt für Diskussionen

Spezialsendungen zum 20. Geburtstag.

Beim Zürcher Alternativradio LoRa ist seit Anfang Januar eine neue Programmstruktur in Kraft. Sie teilt gemäss Tages-Anzeiger den Tag in klar definierte Blöcke.

Nach den moderierten Morgensendungen folgt neu von 12 bis 13 Uhr ein Mittagsinfo. Der Nachmittag gehört ab sofort ausschliesslich fremdsprachigen Wortsendungen: politischen, kulturellen Beiträgen ausländischer Minderheiten der Region Zürich. Das Abendprogramm beginnt um 18 Uhr mit dem Info, zwischen 19 und 20 Uhr werden Kulturmagazine ausgestrahlt. Später am Abend gestatten moderierte Musiksendungen Blicke in fremde Plattenkoffer. Mit dieser Aufteilung in Wort- und Musiksendezeiten will die Sendekommission laut Tagi erreichen, dass nach 20 Uhr jedermann auf LoRa schalten könne, unabhängig von der Sprache und ohne zwingend einen Blick ins Programmheft werfen zu müssen.

Kritik zum neuen Programmraster kommt gemäss Tages-Anzeiger vor allem von den rund 300 unbezahlten Macherinnen und Machern. Einige fürchten den Verlust des über lange Zeit aufgebauten Stammpublikums. Zudem wird beklagt, dass viele während der Arbeit Radio hören, aber kaum jemand abends zu Hause bleibt oder den Fernseher abschaltet, um eine Musiksendung nicht zu verpassen.

Spezialsendungen zum 20. Geburtstag


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen