Den Protestbrief gegen die Entlassung von vier Sprechausbildnern bei SRF haben laut CH Media inzwischen 612 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterzeichnet. Beim Versand des Briefs an SRG-Generaldirektorin Susanne Wille in der vergangenen Woche seien es noch 572 gewesen. Mit den neuen Unterschriften hätten sich inzwischen rund 20 Prozent der SRF-Belegschaft dem Protest angeschlossen.
Die vier Trainerinnen und Trainer, teils über 30 Jahre für SRF tätig, waren Ende Juni im Rahmen des Sparprogramms «Enavant» überraschend freigestellt worden (persoenlich.com berichtete). Die Unterzeichnenden und die Mediengewerkschaft SSM fordern die Rücknahme der Entlassungen und kritisieren laut CH Media auch die Art der Freistellung: Am Fernsehen herrschten Zustände «wie im Wilden Westen».
SRG-Personalchefin Severine Schori-Vogt weist diese Darstellung im Tages-Anzeiger zurück: Niemand habe augenblicklich den Badge abgeben und das Gebäude verlassen müssen. Die Betroffenen seien zwar freigestellt, aber nicht per sofort, worden. Eine Wahl, ob sie bis zum Ende der Kündigungsfrist weiterarbeiten wollten, hätten die vier allerdings nicht gehabt – die Stellen fallen weg. Künftig sollen interne und externe Sprechtrainings kombiniert werden, wie es bei RTS und RSI bereits Praxis ist.
Die SRG hält trotz der Kritik am Stellenabbau fest. (sda/cbe)


