Prozess mit Credit Suisse auf August angesetzt

Inside Paradeplatz - Die aussergerichtliche Einigung der Parteien ist laut einem Bericht gescheitert. Der Streitwert beträgt eine halbe Million Franken.

Im August steht mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Gerichtstermin an, der über die Branche hinaus auf grosses Echo stossen wird. Lukas Hässig, Betreiber des Interneportals «Inside Paradeplatz» muss im nächsten Monat wegen einer Klage der Credit Suisse vor dem Zürcher Handelsgericht antraben.

Auslöser des Rechtsstreites war unter anderem ein Artikel, in denen Hässig die Credit Suisse mit der Fifa gleichstellte und VR-Präsident Urs Rohner mit dem ehemaligen Fifa-Chef Sepp Blatter verglich. Dies meldet die «Handelszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe (Artikel online nicht verfügbar).

«Geheimverhandlung» gescheitert

Anfang des Jahres habe die Grossbank das Gespräch mit Hässig gesucht, so die «Handelszeitung», doch die Geheimverhandlungen hätten ergebnislos geendet. Dabei habe die Grossbannk vom Internetbetreiber verlangt, dass er ein halbes Dutzend Artikel von seinem Portal entferne und einen formalisierten Umgang mit der Pressestelle pflege.

Weder die Credit Suisse noch Hässig mochten sich dazu gegenüber der «Handelszeitung» äussern. Die CS setzte den Streitwert auf 100'000 Franken an, das Handelsgericht erhöhte ihn auf 500'000 Franken (persoenlich.com berichtete).«Die Credit Suisse möchte ein Exempel statuieren», sagte der Medienrechtler Christoph Born in einem Interview mit persoenlich.com. (ma)