René Zeyer fordert in einem Kommentar in der Medienwoche den Rücktritt von "Tages-Anzeiger"-Chefredaktor Res Strehle, der kompletten "Surprise"-Redaktion sowie von Peter Aebersold, dem Präsidenten des "Surprise"-Trägervereins.
Das Strassenmagazin hat in seiner vorletzten Ausgabe einen Gastbeitrag abgedruckt, in dem der Künstler Philipp Ruch zum Mord an "Weltwoche"-Chef Roger Köppel aufruft (persoenlich.com berichtete). Inzwischen hat sich das Magazin entschuldigt: "Wir haben die Wirkungen und Interpretationen dieses Gastbeitrags eindeutig unterschätzt. Philipp Ruchs Plakat stellt eine Grenzüberschreitung dar, und wir hätten auf die Publikation verzichten müssen."
Zeyers Kritik zielt aber nicht nur gegen "Surprise". Kritik einstecken muss auch ein Kulturredaktor vom "Tages-Anzeiger". In seinem Text habe er Verständnis für den Mordaufruf gezeigt, so Zeyer. Deshalb seine Forderung: "Res Strehle muss seiner Verantwortung nachleben, indem er sich für diesen unglaublichen Artikel in seinem Blatt entschuldigt und als Chefredaktor zurücktritt. Mitsamt der Redaktion von 'Surprise'." (ruh)

