Ringier ist der Spur Coalition (Standards for Publisher Usage Rights) beigetreten. Die Non-Profit-Koalition von Medienverlagen setzt sich dafür ein, dass Verlage kontrollieren und monetarisieren können, wie generative KI-Systeme ihre Inhalte nutzen. Bekanntgegeben wurde der Beitritt am 77. World News Media Congress in Marseille, wie Ringier in einer Mitteilung schreibt.
Spur wurde von namhaften Medienhäusern gegründet, darunter BBC, Financial Times, Guardian Media Group, Sky News und die Telegraph Media Group. In Marseille begrüsste die Koalition 30 neue Mitglieder und wuchs damit auf insgesamt 36 Verlage und Partnerorganisationen an – die bislang grösste Erweiterung seit dem öffentlichen Start Ende Februar. Darunter ist Ringier das erste Mitglied aus der Schweiz.
Kernprojekt der Koalition ist ein Telemetrie-Standard, der es Verlagen ermöglichen soll, in Echtzeit nachzuverfolgen, wie KI-Systeme ihre Inhalte verwenden. Ziel ist eine transparente und faire Vergütung dieser Nutzung. Spur plant, den Standard in Kürze einzuführen.
Ringier tritt als «Standard Member» bei und bringt damit seine rund 100 Medienmarken in 11 Ländern in die Koalition ein. Ladina Heimgartner, Head Media bei Ringier und CEO Ringier Medien Schweiz, betont, der Beitritt sichere dem Unternehmen einen Platz bei der Mitgestaltung technischer Standards – zum Schutz der eigenen Inhalte und zur fairen Monetarisierung gegenüber Drittplattformen.
Michael Moersch, CEO Ringier Media International, verweist auf die grenzüberschreitende Dimension: KI kenne keine Grenzen, und ebenso wenig solle es der Rahmen zum Schutz des digitalen Journalismus tun. Ein einheitlicher Standard solle künftig Medieninhalte von Mittel- und Osteuropa bis Afrika gleichermassen schützen. (pd/spo)

